Memmingen 35-Jährige umgebracht und verscharrt: Mordanklage

Bücher mit der Strafprozessordnung (StPO) liegen auf einer Richterbank. Foto: Christian Charisius/Archiv
Bücher mit der Strafprozessordnung (StPO) liegen auf einer Richterbank. Foto: Christian Charisius/Archiv © Foto: Christian Charisius
Memmingen / DPA 04.07.2018

Die 35-Jährige hatte einen anderen Mann kennengelernt und wollte sich scheiden lassen. Deshalb sollen ihr Ehemann und sein Bruder die schon lange in Deutschland lebende Syrerin in Memmingen in eine Falle gelockt und erdrosselt haben. Den Leichnam sollen sie in einem Industriegebiet in der Nähe des Allgäu-Airports vergraben haben. Knapp ein Jahr nach dem Verbrechen hat die Staatsanwaltschaft die zwei Männer, beides Deutsche mit syrischer Abstammung, wegen Mordes angeklagt. Der Prozess vor dem Memminger Landgericht werde voraussichtlich Ende August beginnen, sagte Staatsanwalt Thomas Hörmann am Mittwoch. Zuerst hatte die „Allgäuer Zeitung“ über die Anklage berichtet.

Die 35-Jährige war am 23. August 2017 spurlos verschwunden. Nachdem die Frau nicht in ihre Wohnung in der Innenstadt von Memmingen zurückkam, meldeten Angehörige sie als vermisst. Die Polizei vermutete eine Straftat, Anfang Oktober wurde deswegen bei der Kripo eine Ermittlungsgruppe gebildet. Einige Wochen später kam es dann zu einer größeren Durchsuchungsaktion in mehreren Gebäuden, wenige Tage später wurde die vergrabene Leiche der dreifachen Mutter entdeckt.

Die Angeklagten, damals 50 und 59 Jahre alt, wurden unmittelbar nach der Entdeckung der Toten festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Laut Hörmann haben die beiden Männer die Tat bislang nicht gestanden.

Fahndungsseite der Polizei

Polizeimitteilung zum Fund der Leiche

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