Schwäbisch Gmünd / DPA

Eine 18-Jährige ist bei einer Gewalttat in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) tödlich verletzt worden. Die junge Frau starb am Samstagabend trotz längerer Reanimationsversuche, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Zwei Männer befanden sich mit der 18-jährigen Deutschen in einer Wohnung. Ein 23-jähriger Deutscher, der mit dem Opfer bekannt war, gilt als Tatverdächtiger und wurde festgenommen. Der zweite Mann - ein 24-Jähriger - sei ein Zeuge, hieß es. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Was war geschehen?

Am Samstagabend wurde gegen 18.30 Uhr die Polizei über die Rettungsleitstelle über eine verletzte Frau in einer Wohnung in der Straße „In der Vorstadt“ verständigt. Vor Ort trafen die Polizisten auf eine schwerstverletzte 18-Jährige, einen 23-Jährigen sowie den 24-jährigen Wohnungsinhaber. Die Frau wurde vom Rettungsdienst samt Notarzt versorgt, erlag jedoch trotz längerer Reanimationsversuche ihren Verletzungen.

Tatverdächtige und Opfer kannten sich

Der 23-Jährige wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Bereits nach ersten Erkenntnissen stellte sich heraus, dass die Geschädigte und der Tatverdächtige miteinander bekannt waren.

Die Verletzungen wurden der Frau gewaltsam zugefügt. Im Tatverdacht steht der 23-Jährige. Der 24-jährige Wohnungsinhaber wird als Zeuge geführt.

Tatverdächtiger nach Geständnis in Psychiatrie

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 23-Jährige am Sonntagvormittag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Unterbringungsbefehl. Der Tatverdächtige wurde aufgrund einer psychischen Erkrankung anschließend in ein Psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert.

Der 23-Jährige ist geständig. In seiner Vernehmung räumte er ein, auf seine 18-jährige Freundin eingestochen zu haben. Den Erkenntnissen nach führten die beiden eine Beziehung.

Was war der Grund für den Streit?

Eifersucht seitens des Tatverdächtigen dürften zu dem Streit am Samstagabend und letztlich zur Eskalation seitens des 23-Jährigen geführt haben.

Darüber hinaus können zu den noch unklaren Geschehnissen vorerst keine weiteren Aussagen getroffen werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft auf Hochtouren.

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