Merklingen/Laichingen / JOS  Uhr
Der Notfalldienst auf der Laichinger Alb soll vorerst unverändert bleiben. Damit scheint eine Lösung bei dem heiklen Thema in Sicht.

Kurz vor Jahresende hat der Bereichsausschuss für den Rettungsdienst die Reißleine gezogen: Er stellt seinen Beschluss, den Notarztstandort vollständig von Merklingen nach Laichingen zu verlegen, zunächst zurück. Das hat die Geschäftsstelle des Bereichsausschusses nach einer Sitzung in Ulm mitgeteilt. So könnten diejenigen Ärzte, denen bei der Verlegung nach Laichingen kein Dienst mehr möglich wäre, weiter mitwirken. Wie berichtet, hatten die nicht in Laichingen ansässigen Notärzte Dr. Michael Gösele aus Nellingen und Dr. Ramiro Soria aus Merklingen erklärt, nicht während des Bereitschaftsdienstes auf einer noch zu schaffenden Wache in Laichingen auf Einsätze zu warten. Ebenso Dr. Christa Glöckner, die in Laichingen arbeitet, aber in Berghülen wohnt. Sie und die anderen Ärzte, die sich in einem reduzierten Team nicht in der Lage sahen, einen Dienst rund um die Uhr zu gewährleisten, hatten zum Jahresende gekündigt. Nun wird es zunächst so bleiben, dass ein Fahrer des ASB den diensthabenden Arzt in der Praxis oder zu Hause abholt.

Der in Laichingen niedergelassene Mediziner Dr. Paul-Gerhard Steinestel, der jetzt einen Sitz im Bereichsausschuss hat, berichtet von einem "konstruktiven Gespräch" dort. Er will jetzt mit seinen Notarzt-Kollegen klären, wer über die Jahreswechsel hinaus mit dem ASB zu Einsätzen ausrückt. Nach den Kündigungen gibt es nun keinen neuen Vertrag. Da müssten rasch rechtliche Dinge geklärt werden. Eine Arbeitsgruppe soll nun Lösungen für die Zukunft entwickeln.