Apropos Nochmal nachdenken

 Stellvertretender Chefredakteur  Schwäbisch Hall
Stellvertretender Chefredakteur Schwäbisch Hall © Foto: ht
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 02.06.2018

Wohnkabinen, die auf Pick-up-Fahrzeuge aufgesetzt werden können, Tische für königliche Uhrmacherwerkstätten, Möbel für private Haushalte, die Einrichtung für das Haller Touristikbüro – wenn das mal keine Vielfalt ist. Die Entwicklung des Haller Schreinerei-Unternehmens Holz&Form kann als Beispiel dafür dienen, dass Dinge nicht ewig gleich bleiben müssen. Nur wer ein Gespür für die künftige Nachfrage hat, sichert seinen Bestand. Wer dagegen stur an Altem kleben bleibt, läuft Gefahr, abgehängt zu werden. Über das Motto „das haben wir schon immer so gemacht“ sollte neu nachgedacht werden. Dieser Standpunkt kann seine Berechtigung haben. Oft genug hemmt er aber notwendige Entwicklungen.

Für Kuhmilch in Bio- oder Demeter-Qualität bekommen Landwirte wesentlich mehr bezahlt als für die herkömmliche Milch, die nach nahezu industriellen Gesichtspunkten gewonnen und hergestellt wird. Es ist verständlich, dass immer mehr Bauern nach den ertragreicheren Nischen suchen. Das macht schließlich jeder so. Übersteigt die Nachfrage nach konventioneller Milch das Angebot, steigt auch in diesem Segment der Preis. Ist mehr Biomilch in den Regalen als die Kunden kaufen, ist der Preis auch in diesem Bereich im Eimer. Wie so vieles balanciert sich auch dieser Markt aus.

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