Münchingen Niederlage tut doppelt weh

Rettung in höchster Not: Untermünkheims Torhüter Janis Baumann kommt gerade noch rechtzeitig vor Michael Sparka an den Ball.
Rettung in höchster Not: Untermünkheims Torhüter Janis Baumann kommt gerade noch rechtzeitig vor Michael Sparka an den Ball. © Foto: Andreas Gorr
Münchingen / RUF 03.11.2014
Den erhofften Anschluss ans Tabellenmittelfeld hat der Tura Untermünkheim nicht geschafft. Beim 1:2 in Münchingen feierte der Rumäne Dan-Marius Matei sein Debüt. Viel mehr Positives gab es nicht.

Turas Teammanager Walter Kolb sprach gestern Nachmittag am Telefon von einer "nicht unverdienten Niederlage" seiner Mannschaft. Gegner Münchingen konnte zum ersten Mal mit der womöglich besten Elf auflaufen.

Der Kunstrasen behagte den Tura-Akteuren nicht sonderlich, dennoch hatten die Gäste die erste gute Gelegenheit: Fatih Kalkan vertendelte allerdings nach fünf Minuten in aussichtsreicher Position. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde bediente er mit einer Flanke Kevin Lehanka, der zur Tura-Führung vollendete. Allerdings blieb der Stürmer im weiteren Verlauf der Partie blass, Manager Walter Kolb jedenfalls konnte sich an keine weitere bemerkenswerte Aktion erinnern.

Trainer Alexander Maul hatte wie zuletzt auch zunächst auf der Bank Platz genommen und sah sich nach etwas mehr als einer halben Stunde zum ersten Wechsel gezwungen: Semih Dalyanci, in den vergangenen Wochen in sehr guter Form, hatte sich an den Bändern verletzt. Ihn ersetzte Steffen Söllner.

Dalyanci fehlte vor allem in der zweiten Halbzeit, "bei Standards kam kaum etwas gefährliches zustande", erinnert sich Kolb - Freistöße waren zuletzt fast ausschließlich eine Sache für Dalyanci.

Die Gastgeber kamen nach und nach besser in die Partie - und in der 40. Minute zum Ausgleich: Zunächst konnte Tura-Torhüter Janis Baumann einen Freistoß aus weiterer Entfernung noch abwehren, im Nachschuss aber setzte Salvatore Pellegrino den Ball aus 15 Metern in die Maschen.

Fünf Minuten nach dem Wechsel gelang dem bis dato Vorletzten der Siegtreffer durch Francesco Di Clemente. Die optische Überlegenheit hatte sich damit in Treffern niedergeschlagen. In der Folge versuchte der Tura torgefährlich zu sein, doch gute Gelegenheiten gab es zunächst keine.

Erst in der Schlussphase, als Untermünkheim die Abwehrarbeit lockerte, gab es laut Walter Kolb "ein, zwei Gelegenheiten". Ein Pressschlag und ein Kopfball des in der 80. Minute eingewechselten Alexander Maul brachten aber nicht den erhofften Punktgewinn. Einen respektablen Einstand feierte der Rumäne Dan-Marius Matei, der endlich die Freigabe der Uefa erhalten hatte.

Der Tura Untermünkheim bleibt mit zwölf Punkten aus zwölf Spielen auf Rang 13, der der erste direkte Abstiegsplatz ist.

Tore: 0:1 Kevin Lehanka (16.), 1:1 Salvatore Pellegrino (40.), 2:1 Franceso Di Clemente (50.)

Tura: Janis Baumann, Marian Föll, Daniel Alankus, Patrick Zauner, Jannis Kronmüller (80. Alexander Maul), Dan-Marius Matei, Kevin Lehanka, Semih Dalyanci (31. Steffen Söllner), Jan Schreiner, Szabolcs Szvoboda, Fatih Kalkan (71. Sergej Mileng).

Schiedsrichter: Daniel Leyhr (Münsingen)

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