Nahe dran am echten Rennen

Rasant - Ride.
Rasant - Ride. © Foto: Bandai Namco
SKLUG 16.05.2015
Die Frühlingssonne lockt die Freunde schneller Zweiräder auf die Straßen. Zu Saisonbeginn sollten es passionierte Biker gemächlich angehen lassen.

Wer Gas geben will, kann ja in die virtuelle Realität ausweichen. Mit "Ride" ist hier just zum Zeitpunkt der ersten Ausfahrten ein Motorrad-Rennspiel erschienen, das durchaus Gelüste nach höheren Geschwindigkeiten, Action und dem Drang, sich mit anderen zu messen, befriedigen kann.

Allerdings erfinden die Programmierer das Racing-Game nicht neu. Auch "Ride" folgt einem festen Algorithmus, nach dem sich der Spieler durch Siege in niederen Klassen für die höheren qualifizieren muss. Dazu gibt es virtuelles Preisgeld und Erfahrungspunkte. Letztere verhelfen zum Aufstieg in der Weltrangliste, die allerdings nicht vom echten Spieler gefüllt ist. Und mit der Kohle geht man einfach zum Auswahlbildschirm und kauft sich das Bike, das für die nächste Wettbewerbsklasse notwendig ist. Hier erinnert der Aufbau von "Ride" stark an die Vorbilder aus vergleichbaren Auto-Racing-Games. So weit Racing-Game-Alltag. Wirklich punkten kann das Spiel, wenn man im Sattel sitzt. Wählbare Fahrhilfen sind zwar nur ansatzweise zu spüren, das Bemühen, dennoch ein realistisches Gefühl zu vermitteln, dagegen sehr. Zudem bleibt dank der guten Kameraperspektive ein hervorragender Blick auf die Maschinen, die ihren realen Vorbildern sehr ähnlich sehen. Die Grafik ist zwar von State-of-the-Art noch entfernt, kann aber auch auf den Next-Gen-Konsolen gefallen. Ein echter Minuspunkt für "Ride" sind die langen Ladezeiten. Hier entsteht zu viel Leerlauf. Unterm Strich ein gutes, spaßiges, forderndes Motorrad-Spiel mit kleinen Macken.