Messe Nabel der Prozessindustrie-Welt

Die Messe ist unter anderem Branchentreffpunkt für die Pharma- und Chemieindustrie.
Die Messe ist unter anderem Branchentreffpunkt für die Pharma- und Chemieindustrie. © Foto: Achema
Frankfurt / gra/pm 02.06.2018

Besucher aus aller Welt strömen wieder nach Frankfurt, wenn hier alle drei Jahre die internationale Leitmesse der Prozessindustrie und Branchentreffpunkt für die Pharma- und Chemieindustrie stattfindet. Von  Montag bis Freitag, 11. bis 15. Juni, sind auch wieder zahlreiche regionale Unternehmen auf der Achema, um ihr gesamtes Portfolio zu präsentieren. Rund 3800 Aussteller und 167 000 Teilnehmer aus über 100 Ländern erwarten die Veranstalter an den fünf Messetagen.

Positive Impulse  bekommt die Achema dabei aus ihren Kernbranchen, die derzeit trotz aller Unwägbarkeiten optimistisch in die nahe Zukunft blicken. Die Organisatoren rechnen damit, dass die Messe von diesen Effekten profitieren und die Zahlen der Vorjahre möglicherweise leicht überbieten wird. Dennoch sagt Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der Achema Ausstellungs-GmbH:  „Wir halten uns mit Prognosen meist etwas zurück. Aber wir sehen in einigen Ausstellungsbereichen wie der Automation, in der Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik, aber auch in der mechanischen Verfahrenstechnik ein deutliches Wachstum, das zu positiven Erwartungen Anlass gibt.“ Ihre Innovationen für mehr Flexibilität und Komfort präsentieren auch die Aussteller aus der Region, darunter das Netzwerk der Verpackungsmaschinenbauer Packaging Valley: Zehn Mitgliedsfirmen zeigen ihre Lösungen für effiziente Planungsprozesse, Kostenoptimierung und Servicekonzepte.

Flexibilität und Komfort

Was die Verpackungsindustrie beschäftigt, ist auch bei diesen Firmen Thema. Den Fokus legt die Achema in diesem Jahr unter anderem auf flexible Produktion sowie Chemie- und Pharmalogistik. „Passend dazu dreht es sich auch bei uns um Modularisierung, agile Lösungen für kleine Mengen und schonende Verarbeitungs- und Transportprozesse“, sagt Kurt Engel, Geschäftsführer des Verpackungsnetzwerks. Kostenoptimierung, maßgeschneiderte Maschinen und effiziente Prozesse, die über die gesamte Wertschöpfungskette funktionieren, sind oberste Ziele im Packaging Valley. Die Firmen Binder und Heitec aus Crailsheim, HO-MA aus Ilshofen, Itek, Optima Pack­aging Group, R. Deckert, Seidenader Maschinenbau und Wipotec-OCS aus Schwäbisch Hall, Rommelag mit Standort in Sulzbach-Laufen sowie E + K Sortiersysteme aus Kirchberg, zeigen erprobte Anlagen, Maschinen und Komponenten. Darunter neue Lösungen und ergänzende Servicepakete, die dem Anwender die Arbeit erheblich erleichtern.

Am Stand von Itek ist neben dem bewährten Pharma-Transport-System, zum Beispiel Augmented Reality ein Thema. Das Engineering Büro bietet damit eine Unterstützung in der Planungsphase, die Kosten und Zeit spart. Das Unternehmen Heitec fokussiert das Problem der zunehmenden Datenmengen und präsentiert eine Lösung für einfache Auswertung und Visualisierung von Maschinendaten.

Auf Transport- und Zuführlösungen sind E + K und HO-MA spezialisiert. E + K zeigt einen neuartigen und kostenoptimierten Elevator. Defekte und Verschmutzungen in Flaschen oder anderen Behältern lassen sich leicht mit dem Lichttisch von HO-MA erkennen. R. Deckert stellt eine weiterentwickelte Tablettenzähl-, Füll- und Verschließmaschine aus. Die Bruchkontrolle von „Meliscout“ entfernt fehlerhafte Produkte auf der Vibrationsrinne mittels Kamera und Absaugvorrichtung bereits vor dem Abfüllvorgang. „Smart Solutions for Pharma Experts“ – unter diesem Motto präsentiert sich Optima Pharma. Mit dem „Multi­-Use-Konzept“ zeigen die Haller, wie pharmazeutische Betriebe auf kleine Losgrößen und unterschiedliche Behältnistypen reagieren können. Das Unternehmen stellt zudem das „Comprehensive Scientific Process Engineering“ (CSPE) vor – eine Vorgehensweise, welche die Zeitspanne vom Auftrag bis zum Produktionsstart kurz und sicher gestaltet.

Rommelag präsentiert maßgeschneiderte Servicekonzepte und Digitalisierungslösungen, die dem Anwender ein Rundum-Sorglos-Paket um die eigenen „Bottelpack-Aseptik“-Abfüllanlagen versprechen. Wipotec-OCS informiert zu hochpräzisen Wäge- und Inspektionsmaschinen, sowie Track & Trace-Lösungen. Binder zeigt Produktions- und Transportbehälter für hochsensible Produkte, und die Firma Seiden­ader stellt Serialisierungslösungen in den Mittelpunkt.

Region ist stark vertreten

Neben den zehn Mitgliedsfirmen des Packaging Valleys sind noch zahlreiche weitere regionale Unternehmen in Frankfurt vertreten. So unter anderem Bausch + Ströbel aus Ilshofen, Bürkert Fluid Control Systems und GEMÜ aus Ingelfingen, FIMA Maschinenbau aus Obersontheim sowie Groninger aus Crailsheim. Desweiteren zeigen Schubert Pharma und Schüttler Technik aus Crailsheim, R. Stahl aus Waldenburg und Ziehl-Abegg aus Künzelsau auf der diesjährigen Achema, welche Produktlösungen die Region zu bieten hat.

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wissenschaftliche Vorträge sowie zahlreiche Gast- und Partnerveranstaltungen des begleitenden Kongresses ergänzen die Themenvielfalt der Frankfurter Messe Achema. 

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