Bad Urach Most und Obstwein selbst gemacht

Goldgelb, erfrischend und schmackhaft: Most ist nicht von Ungefähr das traditionelle Nationalgetränk der Schwaben. Wie man Obst aber verarbeiten muss, um derart belohnt zu werden, das will der Verein Schwäbisches Streuobstparadies in Seminaren vermitteln.
Goldgelb, erfrischend und schmackhaft: Most ist nicht von Ungefähr das traditionelle Nationalgetränk der Schwaben. Wie man Obst aber verarbeiten muss, um derart belohnt zu werden, das will der Verein Schwäbisches Streuobstparadies in Seminaren vermitteln. © Foto: Privat
swp 02.06.2018

Alte Bewirtschaftungstechniken erleben derzeit eine regelrechte Renaissance. Ob Sensen mähen, Einwecken oder Mosten – das Wissen früherer Generationen ist wieder schwer gefragt und steht bei vielen abermals hoch im Kurs. Für all diejenigen, die sich noch nicht an alte Handwerkstraditionen heran getraut haben, aber doch gerne mal einen Most aus dem eigenen Obst herstellen wollen – vielleicht auch im Sinne einer alten Familientradition – oder mit dem bereits hergestellten Most des vergangenen Jahres nicht ganz zufrieden waren, bietet der Bad Uracher Verein Schwäbisches Streuobstparadies auch in diesem Jahr wieder Most-Seminare  für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Most-Seminare für alle

Schon in den letzten vier Jahren erfreuten sich die Most-Seminare des Streuobstparadieses großer Beliebtheit. „Alle Seminare waren gut besucht und wir haben sehr positives Feedback von den Teilnehmern erhalten“, freut sich der stellvertretende Geschäftsführer Alexander Dehm. „Auch dieses Jahr differenzieren wir wieder zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen, um noch genauer auf die Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen“, erläutert er zur Neuauflage der Workshops.

Die Anfänger-Seminare vermitteln Grundkenntnisse zur erfolgreichen Most-Bereitung und sind dabei für Teilnehmer ohne oder mit geringen Vorkenntnissen konzipiert. Inhalte sind der Verarbeitungsprozess, die alkoholische Gärung, Stabilisierung und Lagerung sowie Sensorik und Geschmack. Praxisübungen und die Materialkunde sowie Kenntnisse zu Bezugsquellen unterfüttern die theoretischen Inhalte.

Die Fortgeschrittenen-Seminare hingegen vermitteln Kenntnisse zum Potenzial der Ausgangsware, zum Ausbau und der Schönung, behandelt werden übliche Fehler und deren Behebung, vermittelt wird zudem auch Wissenswertes zur Sensorik. In Praxisübungen werden darüber hinaus auch der Geschmackssinn und das Urteilsvermögen geschult. Dabei können eigene Moste mitgebracht, verkostet und im Kreis der Teilnehmer besprochen werden.

Zwei findige Referenten

Für das Seminar haben erneut zwei findige und erfahrene Obstwein-Bereiter aus dem Streuobstparadies ihr Wissen zusammengetragen. August Kottmann aus Bad Ditzenbach und Stefan Holweger aus Rosenfeld-Täbingen haben zusammen mit der Geschäftsstelle des Vereins die Seminare konzipiert. Unterstützt wird das Seminar von einer Nürtinger Firma für Kellereitechnik, die Info- und Praxismaterial zur Verfügung stellt. In der Teilnahmegebühr inbegriffen sind ein umfassendes Skript, ein Mittagessen sowie ein Vesper mit Obstwein-Verkostung. Weitere Getränke müssen von den Teilnehmer selbst bezahlt werden. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des Schwäbischen Streuobstparadieses bis zum 10. respektive 24. August entgegen, telefonisch unter (0 71 25) 3 09 32 63 oder per E-Mail: kontakt@streuobstparadies.de. Die Ausschreibung zu den Seminaren sowie weitere Infos zum Verein gibt’s im Internet unter www.streuobstparadies.de.

Die Seminar-Termine

Das Anfänger-Seminar „Most und Obstwein selbst gemacht!“ findet statt am Samstag, 18. August, zwischen 10 und 19 Uhr im Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Herrenberg-Mönchberg. Referent wird sein, August Kottmann.

Das Fortgeschrittenen-Seminar „Most und Obstwein selbst gemacht!“ ist am Samstag, 1. September, zwischen 10 und 19 Uhr im Streuobst-Informationszentrum, Pausa-Gelände, Mössingen. Der Referent an diesem Tag wird Stefan Holweger sein.

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