Mit den "Dienstag-Abend-Bikern" auf Tour

Dienstag ist Bike-Zeit: Jeden Dienstagabend treffen sich bis zu 30 Radler zu geführten Touren. Foto: Staufenpress
Dienstag ist Bike-Zeit: Jeden Dienstagabend treffen sich bis zu 30 Radler zu geführten Touren. Foto: Staufenpress
MARKUS MUNZ 04.10.2012
Mountainbiken, Natur genießen und die Region kennen lernen - was als ldee dreier begeisterter Mountainbiker begann, hat sich in einem Jahr zu einer Gruppe mit 30 Teilnehmern ausgeweitet.

"Es kommen sogar Leute aus Ulm, Esslingen oder Schorndorf", freut sich Christian Pilz. Der 48-jährige Inhaber eines Radreiseunternehmens hält gemeinsam mit dem Geislinger Eric Winklbauer und Hermann Danner aus Börtlingen-Zell bei der Gruppe der "Dienstag-Abend-Biker" die Fäden in der Hand, die in diesem Jahr beachtlichen Zulauf erfahren haben und bei den Touren durch den Landkreis etwas für ihre Fitness tun.

"Wir wollen zeigen, dass unsere Gegend hervorragende Möglichkeiten zum Mountainbike-Fahren bietet, mit interessanten Zielen wie den drei Kaiserbergen", schwärmt Pilz. Die Attraktivität der Region und geeignete Routen vorzustellen, die im Mountainbike Trails genannt werden, das haben sich die drei Guides zum Ziel gesetzt.

"Es darf nur auf Wegen gefahren werden, die mindestens zwei Meter breit sind", erklärt Pilz. Gegenseitige Rücksichtnahme mit Wanderern ist für ihn selbstverständlich. Daneben geben die Guides bei den Ausflügen den Teilnehmern auch Anschauungsunterricht in unterschiedlichen Fahrtechniken.

Gestartet wird im Sommer um 18 Uhr, im Herbst um 18.30 Uhr, an jeweils unterschiedlichen Orten, die vorher per E-Mail bekannt gegeben werden. "Man muss sich nicht abmelden, wenn man einmal keine Zeit oder Lust hat, diese Freiheit schätzen unsere Teilnehmer", erklärt Pilz. Der jüngste Biker ist 24 Jahre alt, der älteste 63, auch Frauen sind selbstverständlich am Start. Die Chemie in der Truppe stimmt. "Mountainbiker sind eben ein eigenes Völkchen, da passt man automatisch gut zusammen", erklärt Claudia Schmid aus Albershausen, "mir gefällt besonders gut, dass wir jeweils verschiedene Touren fahren." Das schätzt auch Werner Lutz, darüber hinaus reizt den Heininger die Gruppendynamik: "Wenn es an die Anstiege geht, ist man ehrgeiziger als wenn man allein fährt."

Dabei wird, obwohl es der Name im englischen Original vermuten lässt, nicht zwingend immer ein Berg erklommen. Und wenn, dann wird für weniger Geübte zusätzlich eine leichtere Alternative angeboten, so dass auch Einsteiger sich gut aufgehoben fühlen. Pilz freut sich über weiteren Zulauf: "Wir bieten unterschiedliche Leistungsstufen an." Wer nicht gleich den Hohenstaufen bis hoch zur Burgruine in Angriff nehmen möchte, fährt mit dem anderen Guide eine leichtere Strecke. Am Ende einer Rundfahrt trifft sich die ganze Gruppe dann wieder zur gemeinsamen Einkehr.

Bis Anfang November, wenn die Zeitumstellung abendliches Fahren nicht mehr zulässt, wollen die Mountainbiker ihre dienstäglichen Touren durchziehen. Danach plant Pilz Angebote für Kurzentschlossene am Wochenende, ehe im Frühjahr die neue Saison bei den "Dienstag-Abend-Bikern" beginnt.