Aspach Mit dem Pokal in die Dritte Liga

Der Heidenheimer Kapitän Marc Schnatterer (rechts) nimmt das Tor der Stuttgarter Kickers ins Visier. Links Patrick Auracher. Der Bönnigheimer Schnatterer gewann mit dem Zweitligaaufsteiger zum vierten Mal in Folge den WFV-Pokal.
Der Heidenheimer Kapitän Marc Schnatterer (rechts) nimmt das Tor der Stuttgarter Kickers ins Visier. Links Patrick Auracher. Der Bönnigheimer Schnatterer gewann mit dem Zweitligaaufsteiger zum vierten Mal in Folge den WFV-Pokal. © Foto: Avanti
Aspach / CLAUS PFITZER 08.05.2014
Zum vierten Mal in Folge hat der 1. FC Heidenheim den Pokalwettbewerb des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) gewonnen. Im Finale besiegte der Drittliga-Aufsteiger die Stuttgarter Kickers in Großaspach mit 4:2 (1:1).

2500 Zuschauer bildeten in der Comtech-Arena in Großaspach einen würdigen Rahmen des württembergischen Pokalfinales zwischen den Drittligisten 1. FC Heidenheim und den Stuttgarter Kickers. Beide Fanlager sorgten für eine tolle Stimmung. Für Gänsehaut-Atmosphäre sorgten vor allem die Anhänger des Drittliga-Aufsteigers Heidenheim, die ihre Fußball-Helden frenetisch feierten. Erst recht nach dem 4:2-Erfolg, der dem Klub von der Ostalb zum vierten Mal in Folge den Pokalsieg bescherte.

Beide Mannschaften boten über 90 Minuten ein spannendes und gutklassiges Spiel, wobei die Heidenheimer in der zweiten Halbzeit Vorteile hatten. Nach dem Aufstieg in die Zweite Liga und dem Pokaltriumph soll am Samstag am letzten Spieltag der Dritten Liga gegen die Spvgg Unterhaching auch die Meisterschaft perfekt gemacht werden. Streitig machen kann den Titel noch Mitaufsteiger RasenBall Leipzig, dessen Trainer Alexander Zorniger sich am Mittwochabend den kommenden Gegner Stuttgarter Kickers anschaute.

Die Stuttgarter starteten furios in die Partie. Nach fünf Minuten folgte allerdings die kalte Dusche. Nach einem Fehler von Kickers-Abwehrspieler Fabian Baumgärtel erzielte Florian Niederlechner das 1:0 für den Favoriten. Der spielte fortan aus einer sicheren Defensive heraus und überließ den Kickers im Mittelfeld viel Platz. Die kombinierten gefällig, benötigten aber ein Geschenk von Heidenheims Schlussmann Rouven Sattelmaier zum Ausgleich. Baumgärtel, der beim 0:1 noch schlecht ausgesehen hatte, servierte den Ball per Freistoß von der rechten Seite aus gut 40 Metern Entfernung aufs FCH-Tor. Sattelmaier schien die Kugel schon sicher zu haben, ließ sie dann aber durch die Hände und ins Tor gleiten (35.).

In der zweiten Halbzeit drehte der künftige Zweitligist dann auf, allen voran Kapitän Marc Schnatterer Er war auch Ausgangspunkt des erneuten Führungstreffers. Nach seinem Zuspiel flankte Philip Heise vors Kickers-Tor und fand in Niederlechner einen Abnehmer, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (50.), In der besten Phase der Partie kamen die Stuttgarter sechs Minuten später durch den Ex-Heidenheimer Gerrit Müller zum Ausgleich. Drei Minuten später tunnelte Schlitzohr Michael Thurk im Strafraum den Stuttgarter Torhüter Mark Redl und schlenzte den Ball anschließend ins lange Eck zum 3:2. Thurk verletzte sich allerdings bei diesen Aktionen und musste vom Platz.

Schnatterer, der in den drei vorausgegangenen Finals jeweils getroffen hatte, verfehlte Tor im vierten Finale einen Treffer ganz knapp. Nach einem tollen Solo und einem ansatzlosen Schuss aus 30 Metern Entfernung prallte der Ball an den Pfosten. Der für ihn in der 90. Minute eingewechselte Marc Endres erzielte in der Nachspielzeit den Treffer zum 4:2-Endstand.

So spielten sie