Schrozberg Mit Bio in die Selbständigkeit

Schrozberg / do 01.06.2018
Kim Festerling hat in der ehemaligen Sioux-Schuhfabrik in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Factory Outlet“  einen Bio-Lebensmittelmarkt eröffnet.

Seit  acht Wochen ist Kim Festerling ihre eigene Chefin.  Am 22. März wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit und eröffnete in Schrozberg, in der Windmühlenstraße 11, einen Biomarkt.

Der heißt so wie sie „Kim´s Biomarkt“ und zu den größeren  Märkten seiner Klasse gehört. Auf 150 Quadratmetern Verkaufsfläche  gibt es ein Vollsortiment an Lebensmitteln:   Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Back- und Süßwaren,  Weine, Säfte, Nährmittel und  sogar  Naturkosmetik. Verbrauchsbewusste Kunden können hier einen ganzen Wochenendeinkauf erledigen.

Guter Standort

Mittlerweile hat die 26-jährige Inhaberin die aufregende Startphase überstanden und in ihren Arbeitsalltag ist wieder Normalität eingekehrt. Jetzt kann sie auch ein erstes Resümee ziehen.  Im Großen und Ganzen sei sie mit der Kundenfrequenz zufrieden, sagt die Kauffrau, die im Einzelhandel gelernt und geabeitet hat und deshalb über gute Vergleichsmöglichkeiten verfügt.  „Ich habe bereits einige Stammkunden, die jede Woche ihre Einkäufe bei mir erledigen und ich sehe immer wieder neue Gesichter“, freut sie sich. Die gute Resonanz führt sie auf die unmittelbare Nachbarschaft zum „Factory Outlet“ in der ehemaligen Sioux-Schuhfabrik zurück.   Viele Kunden würden einen Besuch im Schnäppchenmarkt nutzen, um bei ihr vorbeizuschauen.

Flexibel bleiben

Auch jetzt, nach der Startphase,  will die junge Inhaberin flexibel bleiben und auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren. Das betrifft das Sortiment genau so wie die Öffnungszeiten. Noch hat sie montags bis freitags  von  9.30 bis 18 Uhr, samstags bis 15 Uhr geöffnet.  Sollte aber das Kaufverhalten der Kunden davon abweichen, wird sie reagieren.  Mit verlängerten Öffnungszeiten beispielsweise oder zusätzlichen Angeboten. Sie plant, einen Mittagstisch anzubieten, um das Geschäft über die Mittagsstunden anzukurbeln. Platz zum Essen ist in der kleinen Café-Ecke genügend vorhanden.

  Bei der  Sortimentsgestaltung  ist sie noch offen für Anregungen. Solange zwei ihrer wichtigsten Grundsätze gewahrt bleiben: Sie möchte regional produzierte  Waren anbieten und sie setzt auf „echtes Bio“. Denn sie ist sich der immer größer werdenden Konkurrenz durchaus bewusst. Weil jeder Supermarkt heute die Bio-Schiene bedient, will sie sich auf echte Bioerzeuger wie  Demeter, Bioland und Naturland konzentrieren.  Die drei Verbände würden die strengsten  Kriterien erfüllen und  entsprechende Zertifikate nachweisen“,  begründet sie ihre Wahl.

Keine Kompromisse will sie auch beim regionalen Bezug ihrer Produkte eingehen. Das Mehl bezieht sie von OBEG Hohenlohe – einer Organisch Biologischen Erzeugergemeinschaft  in Schrozberg-Zell. Die Nudeln kommen aus  Honsbron, die Eier vom Däuberhof in Braunsbach  und die Backwaren stammen aus der Vollkornbäckerei Köhler aus Würzburg. Den Salat liefern die sozialtherapeutische Gemeinschaft  in Amlishagen  oder der Hof Engelhard. Ihre Käselieferanten sind die Dorfkäserei  und der Reutebachhof in Geifertshofen.  Über den Bezug von Wurstwaren verhandelt sie noch mit der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft in Schwäbisch Hall.

Angebote nutzen

Derzeit ist Spargelzeit und das spiegelt sich auch in ihren Sonderangeboten wider, die es monatlich und wochenweise gibt.   „Da sollte man zuschlagen, das lohnt sich wirklich“, rät sie ihren Kunden. Rezepte und Weinempfehlungen gibt’s gratis  dazu.

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