Vor 5002 Zuschauern bestimmten im Verfolgerduell der Bundesliga zwischen den Fraport Skyliners Frankfurt und den MHP Riesen Ludwigsburg lange Zeit die Defensivreihen das Geschehen. In der Schlussphase drehten beide Teams auf, wobei sich die Frankfurter einen Tick effektiver präsentierten. Mit 24 Punkten avancierte Jordan Theodore für Frankfurt zum Matchwinner. Für Ludwigsburg waren Alvaro Munoz, Mustafa Shakur und Shawn Huff mit je 15 Punkten die besten Korbjäger. Durch die dritte Liganiederlage in Serie verpassten die MHP Riesen die vorzeitige Qualifikation für das Pokal-Viertelfinale. Am Mittwoch empfangen sie um 20.30 Uhr die Crailsheim Merlins..

Wie schon im vergangenen Spiel gegen Bamberg musste Ludwigsburg auch in Frankfurt auf die angeschlagenen Leistungsträger Tekele Cotton und Rocky Trice verzichten. 5:5 lautete der Zwischenstand nach fünf Spielminuten in der kampfbetonten und von der Defensive geprägten Partie. In der Folge konnten die Frankfurter sich etwas absetzen. Mit 13:19 lagen die Gäste nach dem ersten Spielabschnitt zurück. Auch im zweiten Durchgang blieb die Defensive hüben wie drüben Trumpf. Frankfurt konnte zwischenzeitlich auf neun Punkte davonziehen, doch mit einer Energieleistung zogen die Riesen zum 27:27 wieder gleich. In der zweiten Halbzeit Mit Wiederbeginn sorgten plötzlich die Offensiven beider Teams für die Akzente. In einem munteren Schlagabtausch brachte Alvaro Munoz seine Ludwigsburger mit einem Dreier mit 37:35 in Führung. Diese sollte in der Folge hin und her wechseln. Mit 56·53 gingen die Skyliners ins letzte Viertel. Sie legten mit einem 5:0-Lauf einen Blitzstart hin. Nach Dreiern von Brad Loesing und fünf Punkten in Folge von Alvaro Munoz war das Match 80 Sekunden vor Schluss Ende wieder ausgeglichen (76:76). Mit einer aggressiven Defensive und dem treffsicheren Theodore gewannen die Frankfurter am Ende mit 83:78.

Trainerstimmen

John Patrick, Ludwigsburg: Frankfurt war in der Crunchtime einfach besser. Wir hatten im vierten Viertel große Probleme Jordan Theodore zu kontrollieren. Es war ein tolles Spiel mit Playoff-Atmosphäre. Ich bin stolz, dass wir eine solche Leistung bringen konnten, denn uns haben Rockie Trice und Tekele Cotton gefehlt. Am Ende hat Frankfurt die Big Shots getroffen und die ganze Zeit als Team gespielt und daher verdient gewonnen.

Gordon Herbert, Frankfurt: Ludwigsburg ist ein sehr schwer zu spielendes Team, denn es agiert in jeder Situation hart und intensiv. Ich bin zufrieden mit unserem Kampf. Die erste Halbzeit war eine defensive Schlacht, die zweite war eher offensiv geprägt. Beide Teams haben wichtige Würfe getroffen.