Gerstetten / Christine Weinschenk Zahlreiche Baugesuche und eine Bauvoranfrage wurden in der Sitzung des Gemeinderats behandelt.

Zahlreiche Baugesuche wurden in der Sitzung des Gemeinderats behandelt. In der Carl-Zeiss-Straße in Gerstetten wird eine neue Lagerhalle zum Warten und Unterstellen von Forstmaschinen erstellt. Außerdem gab es eine Bauvoranfrage über die Errichtung einer Maschinenhalle sowie eine Schweinemastbetriebs inklusive Auslauf im Gewann Binnenloch. Hier wird bereits eine Bullenmast betrieben. Das Landratsamt wird prüfen, ob es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben handelt. Außerdem sollen die Abstände zur Wohnbebauung geprüft werden. Zudem wird in Heldenfingen in den Lindenhöfen 3 ein neuer Milchviehstall mit Fahrsilo und Güllegrube gebaut. Ebenfalls genehmigt wurde eine Erdaufschüttung nördlich der Gardena in Heuchlingen. Laut Bauverwaltungsamtsleiter Fabian Oßwald soll die bestehende Topografie hier verstärkt werden. Positiv beschieden wurde auch der Bau einer Energiezentrale an der ortsabgewandten Seite des Unternehmens Zoeppritex in Heldenfingen. Zwischen den zukünftig gegenüberliegenden Unternehmen Gertex und Zoeppritex soll eine Art geschlossener Energiekreislauf mit gemeinsamen Wärmekonzept entstehen. Heldenfingens Ortsvorsteher Roland Fetzer stellte im Auftrag des Ortschaftsrates den Antrag auf einen Anbau an der Aussegnungshalle. „Das Dach ist kaputt und wir sind die einzigen, die noch im Freien stehen.“ Bürgermeister Polaschek sicherte zu, dass die Baumaßnahme bereits auf dem Weg sei.

Jahresabschluss 2017

„Trotz der acht Millionen, die die Lindenhalle gekostet hat, sind wir ohne Kredite und neue Schulden ausgekommen“, betonte Bürgermeister Roland Polaschek. Das sei erfreulich. Damit könne man frohen Mutes in neue Projekte einsteigen. Er finde es vertretbar, den Bau der Turn- und Festhalle mit integriertem Kindergarten in Gussenstadt parallel mit dem Neubau der Rettungswache in Gerstetten anzugehen. Der Schuldenstand der Gemeinde zum 31. Dezember 2017 betrug rund drei Millionen Euro, die Rücklagen rund eine Million Euro. Die Gesamtverschuldung inklusive Wasserwerk und Abwasserbeseitigung betrug rund 21 Millionen Euro.

Kanalsanierung Dettingen

Für die Teilorte Dettingen und Heuchlingen wurde ein Fremdwasseranteil von 40 bis 70 Prozent ermittelt. Damit ist im Allgemeinen Wasser gemeint, das ungewollt in die Kanalisation eindringt, sich mit dem Schmutzwasser vermischt und gemeinsam abfließt. Das Ingenieurbüro hat die Kosten für die Sanierung auf rund 134 000 Euro beziffert. Nach den Förderrichtlinien der Wasserwirtschaft erhält die Gemeinde für die Sanierung der beiden Teilorte eine Zuwendung von rund 156 400 Euro. Nach der öffentlichen Ausschreibung gingen zwei Angebote ein. Das günstigere beläuft sich auf rund 202 000 Euro. Aufgrund der erheblichen Kostenüberschreitung entschied der Gemeinderat die Ausschreibung aufzuheben. In der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis, soll die Ausschreibung erneut erfolgen.