Weihnachtsgeschenke sind eine heikle Angelegenheit. Es gibt einfach Dinge, die möchte man unterm Tannenbaum (und auch anderswo) nicht auspacken. Das zehnte Paar kratzige Socken zum Beispiel, selbst gestrickt von Großtante Ursel. Oder die Schnapspralinen, die man noch nie mochte (und von denen drei abgelaufene Packungen im Schrank rumliegen). Na, vielen Dank auch.
Dabei geht es auch anders. Und vor allem kreativer. Das zeigen einige Beispiele aus der „Gute-Nachricht-Redaktion“: Eine Kollegin etwa hat einen Quadratfuß schottischen Wald bekommen – und darf sich als Landbesitzerin nun traditionell „Lady“ nennen. Eine andere Kollegin hat sich besonders über einen selbstgebackenen Glückskeks gefreut – mit persönlicher Nachricht darin. Die bewahrt sie bis heute in ihrem Geldbeutel auf und sagt: „Da hat sich jemand Gedanken gemacht: Was möchte ich der Person sagen? Das ist süß.“

Schenken mit Köpfchen

Gehirnt hat auch der Bruder (und Nachhilfelehrer) einer damals an Prüfungsangst leidenden Redakteurin. Er schenkte ihr eine mathematische Gleichung zu Weihnachten. Die musste sie unterm Tannenbaum lösen. Heraus kam eine Botschaft, die sie sich für die anstehende Matheprüfung zu Herzen nehmen sollte. „Das war rührend“, sagt sie heute.
Noch emotionaler ging es an Heiligabend bei einer anderen Redakteurin zu: Vor 33 Jahren machte sie sich quasi selbst das größte Geschenk: Sie brachte ihren Sohn zur Welt, ein richtiges Christkind. Viele Jahre hingen am Tannenbaum deswegen nicht nur Kugeln, sondern auch bunte Luftballons.
Zugegeben, letztere Geschichte ist schwer zu toppen. Trotzdem sucht die Redaktion Leserinnen und Leser, die von ganz besonderen Weihnachtsgaben berichten. Bei welchem Geschenk haben Sie nicht gequält gelächelt, sondern sich von ganzem Herzen gefreut? Erzählen Sie es uns: regionalredaktion@swp.de oder SÜDWEST PRESSE-Regionalredaktion, Frauenstraße 77, 89073 Ulm.