Jetzt zieht die Oper nach – und wie! Das Ballett „Nussknacker und Mausekönig“ mit den Philharmonikern im Graben ist ja auch ein musikalisches Vergnügen, am Donnerstagabend aber nun hatte Wolfgang Amadeus Mozarts „Le nozze di Figaro“ Premiere am Theater Ulm. Und Generalmusikdirektor Felix Bender dirigierte gegen 22.45 Uhr die Ouvertüre überraschend sogar ein zweites Mal . . . Eine unendliche Geschichte. Dreieinhalb Stunden Spaß und Ernst mit einem vorzüglichen Ensemble. Herausragend: Maria Rosendorfsky als Susanna, Martin Gäbler als Figaro, Dae-Hee Shin als Graf und Maryna Zubko als Gräfin. Die Gefühle der Menschen werden hier verhandelt: in allen Emotionslagen. Die junge Regisseurin Rahel Thiel hat den „Figaro“ sehr intelligent inszeniert in einem kühlen, von einem Kronleuchter und fallenden Blättern dominierten Bühnenbild von Maike Häber – das Treiben eines „tolles Tages“ an einem bemerkenswerten Abend. Großer Premierenbeifall.