Ein 20 Jahre alter Mann hat in Ulm mit einer Schreckschusswaffe Schüsse auf vier Männer abgefeuert – in der Annahme, sie hätten eine Tasche samt Handy aus seinem Auto gestohlen. Nach Auskunft der Polizei vom Montag haben die Männer jedoch überhaupt nichts mit dem Diebstahl zu tun. Der 20-Jährige muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und einer Bedrohung verantworten.

Gestohlenes Handy per App geortet

Der Vorfall ereignete sich in der Weststadt: Der 20-Jährige hatte sein Auto am Sonntag gegen 16.15 Uhr in der Saarlandstraße vor einem Imbiss geparkt, es aber nicht abgeschlossen. Als er zurückkam, fehlten Umhängetasche und Mobiltelefon. Zu Hause ortete er sein Handy über eine Überwachungs-App und fuhr los, um es sich zu holen. An der vermeintlichen Stelle – er dachte, das Handy sei in der Römerstraße –, stieß er auf der Straße auf die vier Männer im Alter von 20 bis 31 Jahren. Als er seine Schreckschusswaffe zog, flohen die Männer – und der 20-Jährige schoss ihnen hinterher.
Versäumt hatte der 20-Jährige aber laut Polizei, den Standort seines gestohlenen Handys zu aktualisieren. Denn bei weiteren Ermittlungen wurde sein gestohlenes Handy schließlich ganz woanders geortet, nämlich am Donauufer. Dort nahm die Polizei einen 30-Jährigen fest, der das Mobiltelefon und weitere Gegenstände aus der Tasche des 20-Jährigen bei sich trug.
Durch die Schüsse des 20-Jährigen wurde niemand verletzt und auch niemand gefährdet. Sein Verhalten hat allerdings für viel Wirbel gesorgt: Es waren zwei Streifenwagen im Einsatz.

Versuchter Mord in Neu-Ulm - wegen 30 Euro mit Messer zugestochen

Die Bluttat im ehemaligen „Bad Wolf“ vom Dezember 2021 wird jetzt vor dem Landgerichte Memmingen aufgearbeitet: Es geht um versuchten Mord. Der Angeklagte soll von hinten auf sein schlafendes Opfer eingestochen und anschließend gegen den Kopf getreten haben. Auch eine angeklagte Frau soll nicht unbeteiligt gewesen sein.