Einige der sogenannten „Reichsbürger“, die bei der groß angelegten Razzia mit tausenden Polizistinnen und Polizisten in der vergangenen Woche festgenommen wurden, sollen Bundeswehrstandorte ausgespäht haben. Wie der SWR berichtet, hätten die Ermittlungsbehörden die GPS-Daten einiger Handys ausgewertet und untersucht, um Ausspähversuche zu ermitteln.

Bundeswehrstandorte Ulm und Laupheim von Reichsbürgern ausgespäht

Die Gruppierung soll einen gewaltsamen Umsturz des Staates geplant haben. Dazu sollen sie in Baden-Württemberg neben der Kaserne in Calw auch Bundeswehrstandorte in Ulm, Laupheim (Landkreis Biberach) und Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) ausgespäht haben. Das berichtet der SWR unter Berufung auf das Umfeld des Verteidigungsausschusses des Bundestags.
Die Reichsbürgerszene ist heterogen, aber keineswegs harmlos. Gemeinsam ist allen Gruppen, dass sie die Bundesrepublik und ihre staatlichen Organe ablehnen.

Reichsbürger in Ulm – nicht der erste Fall

Es ist nicht das erste Mal, in dem gegen Reichsbürger auch in Ulm ermittelt wird. Bereits vor zwei Jahren, 2020, standen acht zivile Ulmer Mitarbeiter der Bundeswehr im Verdacht, der Reichsbürgerszene anzugehören. Ihre Büros befanden sich nicht in einer Kaserne, sondern auf dem Gelände einer Ulmer Rüstungsfirma.