Am Freitagabend hatte sich eine 44-jährige Frau in der Fischergasse in Ulm auffällig verhalten. Sie war mit ihrem Opel Corsa von der Schwilmengasse kommend in die Fischergasse abgebogen und musste dort eine Vollbremsung mit ihrem Fahrzeug machen. Sonst hätte sie dort eine 22-jährige Fußgängerin erfasst. Diese stand zu dem Zeitpunkt im Eingangsbereich einer Gaststätte.
Gleich nach der Vollbremsung parkte die 44-Jährige ihr Auto ein und touchierte dabei noch fast eine Statue. Zeugen konnten beobachten, dass die Fahrerin erst einige Minuten nach dem Einparken aus ihrem Corsa ausstieg. Dabei musste sie sich an ihrem Auto festhalten. Auffällig war ihr schwankender Gang auf dem Weg zur Beifahrerseite. Dort öffnete sie die Türe und ließ ein kleines Kind aussteigen. Anschließend entfernte sich die Frau in Begleitung des Kindes vom Ort des Geschehens.

Ehemann beleidigt Polizistin aufs Übelste

Eine herbeigerufene Streife des Polizeireviers Ulm-Mitte konnte anhand der Autonummer die Adresse der Fahrerin ermitteln. Die war auch zu Hause. Schnell war der Grund für ihr auffälliges Fahr- und Einparkmanöver bekannt: Die 44-Jährige war augenscheinlich betrunken, berichtet die Polizei.
Nachdem ihr eröffnet worden war, dass sie die Streife zum Polizeirevier begleiten muss, kam es zur Diskussion, in die sich auch noch ihr 41-jähriger Ehemann einmischte. Der beleidigte eine Polizeibeamtin aufs Übelste.
Eine herbeigerufene Ärztin nahm bei der 44-jährigen Fahrerin eine Blutentnahme vor. Ein Alkoholtest hatte zuvor bereits einen Wert von mehr als zwei Promille ergeben.
Die Frau erwartet nun eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung. Ihr Führerschein wurde einbehalten. Geben ihren ebenfalls alkoholisierten Ehemann wird wegen Beleidigung ermittelt.