Sieben Stimmen Vorsprung: So stand es am Sonntagabend im vorläufigen Endergebnis der Laupheimer Oberbürgermeisterwahl. Mit diesem minimalen Vorsprung hatte der Ulmer Ingo Bergmann gegen Kevin Wiest, Bürgermeister von Oberstadion, gewonnen.
Angesichts dieses knappen Ausgangs war es klar, dass sich der Gemeindewahlausschuss am Montag nochmals intensiver mit der OB-Wahl auseinandersetzen würde. Am Abend stand dann nach längeren Gesprächen das Ergebnis fest: „Trotz des knappen Vorsprungs von sieben Stimmen konnte der Gemeindewahlausschuss keine Mängel bezüglich der Wahlniederschriften oder andere sonstige Gründe, welche gegen die Ordnungsmäßigkeit des Wahlgeschäftes sprachen, feststellen“, teilte die Stadt Laupheim mit.
Auch die Stimmanzahlen der beiden Kandidaten sei unverändert geblieben, hieß es. So kommt Kevin Wiest weiterhin auf 3929 Stimmen, und auch die Anzahl der Stimmen für Ingo Bergmann blieb unverändert: 3936. „Einzig die Anzahl der ungültigen Stimmen musste angepasst werden. So waren zuvor 34 Stimmen als ungültig gewertet worden, jedoch erhöhte sich die Anzahl auf 41 Stimmen. Dies ergab sich daher, dass bei der Überprüfung ebenso die Stimmabgabe in der freien Zeile geprüft wurde.“
Allerdings, so wird betont, führte dies zu keiner Änderung bezüglich der Stimmverteilung, weder bei Ingo Bergmann noch bei Kevin Wiest. „Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Ingo Bergmann ist nun offiziell Laupheims Oberbürgermeister.“
Ingo Bergmann arbeitet für die Stadt Ulm Ulm seit 2019 an der Konzeption und dem Aufbau einer Dauerausstellung über Albert Einstein und seine Ulmer Familie. Ende des Jahres sollte das Museum eröffnet werden, nun muss sich die Stadt nach einem Nachfolger für Bergmann umschauen.
Kevin Wiest kündigte derweil an, eine Nachzählung rechtlich prüfen zu lassen.