Die Oststadt trägt einen großen Teil zur Vielfalt Ulms bei. Hier pulsiert das Nachtleben, die Bars und Kneipen sind beliebte Treffpunkte. Auch Kultur und Sport sind in diesem Viertel zuhause. Wir liefern euch eine Übersicht der Hotspots.

Donaustadion: Geschichtsträchtige Spielstätte

In der Saison 1999/2000 war das Ulmer Donaustadion Bundesliga-Spielstätte.
In der Saison 1999/2000 war das Ulmer Donaustadion Bundesliga-Spielstätte.
© Foto: Archiv
Im geschichtsträchtigen Donaustadion gingen schon große Leichtathletik-Events und Fußball-Bundesliga-Spiele über die Bühne. Inzwischen spielen die Kicker des SSV Ulm 1846 Fußball in der Regionalliga Süd-West. Partien gegen den FC Saarbrücken oder VfR Aalen gehören zu den Heimspiel-Highlights der Saison. In den SSV-Anlagen nebenan ist immer etwas los: Im Hans-Lorenser-Sportzentrum werden Gewichte gestemmt, im Sommer wird im benachbarten Freibad geschwommen.

Friedrichsau: Spazieren in Ulms grüner Lunge

Im Herbst färbt sich die Ulmer Friedrichsau besonders schön.
Im Herbst färbt sich die Ulmer Friedrichsau besonders schön.
© Foto: Lars Schwerdtfeger
Am nordöstlichen Ende der Oststadt liegt die Friedrichsau. Hier treffen sich die Ulmer und Neu-Ulmer zum Spazierengehen, es gibt Spielplätze für Kinder. Im Sommer wird hier gerne gepicknickt und gegrillt. Der Tiergarten ist in der Nähe, ebenso das Messegelände mit dem Festplatz und der Fertighausausstellung – ein bunter Mix aus Informationen, Feiern und Genießen.

Vielseitiges Essens-Angebot um den Karlsplatz

Marco Abbagnara (rechts) betreibt die Pizzeria Pinocchio am Karlsplatz.
Marco Abbagnara (rechts) betreibt die Pizzeria Pinocchio am Karlsplatz.
© Foto: Petra Starzmann
Lebenswert ist die Oststadt auch an ihrem westlichen Ende – und eigentlich noch ein bisschen darüber hinaus. Der Alte Friedhof ist hier das Bindeglied in das Quartier „Neustadt“, das sich um den Karlsplatz gruppiert. „Irgendwie hat es schon immer zusammengehört“, sagt Oststadt-Gastronom Marco Abbagnara, der am Karlsplatz aufgewachsen ist. Er betreibt dort die Kult-Pizzeria Pinocchio. Mit traditionellen italienischen Gerichten und uriger Einrichtung ist sie einer der Gastro-Hotspots der Oststadt.
Das Hungry Turtle bietet Tex-Mex-Gerichte an.
Das Hungry Turtle bietet Tex-Mex-Gerichte an.
© Foto: Petra Starzmann
Auch das Hungry Turtle in der Schaffnerstraße trägt zur gastronomischen Vielfalt bei. Das Burrito-Restaurant bringt einen Hauch „Calexico“ nach Ulm. Wer am Karlsplatz ausgiebig frühstücken möchte, geht ins Animo.

Cabaret Eden: Feiern im ehemaligen Strip-Lokal

Das Cabaret Eden gehört zu den beliebtesten Clubs in Ulm.
Das Cabaret Eden gehört zu den beliebtesten Clubs in Ulm.
© Foto: Archiv
Das Cabaret Eden ist einer der beliebtesten Clubs der Stadt. „Das Eden war ein Strip-Lokal gegenüber dem Offizierscasino der amerikanischen Soldaten. Den Charakter wollten wir erhalten“, betont Betreiber Roy Bichay. Das „Eden“ ist vor allem bei Fans alternativer Musik beliebt. Neben Hip-Hop- und Techno-Partys gehen hier auch Indie-Rock-Events sowie Live-Veranstaltungen über die Bühne. Den Charme der Location wissen auch bekannte Künstler zu schätzen: Der Bietigheimer Rapper Bausa drehte das Musikvideo zu seiner Single „Stripperin“ im Eden.

Youtube

Kultur-Apotheke und Café: Lebendige Kneipen-Szene

 Judith Garcia Beier (links) und Melanie Henner betreiben die "Apotheke" am Willy-Brandt-Platz.
Judith Garcia Beier (links) und Melanie Henner betreiben die „Apotheke“ am Willy-Brandt-Platz.
© Foto: Archiv
„Die Apotheke“ ist der neue Treffpunkt am Willy-Brandt-Platz. Hier gibt es Bier, Musik und Kultur. Mitbetreiberin Judith Garcia-Beyer ist in der Oststadt aufgewachsen. „Als Kind habe ich eine Zeit lang in der Friedensstraße gewohnt. In den Altbauwohnungen waren fast alles Wohngemeinschaften, schon damals wurden die teilweise saniert und die Mieten teurer. Doch es ist immer noch nicht schickimicki. Der Charme mit den Hinterhöfen ist geblieben und man kennt die Nachbarn“, sagt die Gastronomin. Auch das Café Omar, das nur wenige Meter entfernt liegt, ist eine angesagte Location. Mal gibt es hier ein eritreisches Wochenbuffet, an einem anderen Tag findet eine Jazz-Veranstaltung statt.

Oststadt: Heimat für Künstler

Das Graffiti des Ulmer Kollektivs "ColorShok" ziert die Wand eines Gebäudes in der Ulmer Oststadt.
Das Graffiti des Ulmer Kollektivs „ColorShok“ ziert die Wand eines Gebäudes in der Ulmer Oststadt.
© Foto: Alexander Kern
Etliche Kunst- und Kulturschaffende haben die Oststadt für sich entdeckt. Das sind am Willy-Brandt-Platz und am Karlsplatz Leute jeden Alters, jeder sozialen Schicht und aus vielen Kulturen. Dazu gehört auch die Graffiti-Szene. Leider macht sich das immer mal wieder durch Schmierereien an Hauswänden bemerkbar. Allerdings gibt es auch durchaus sehenswerte Kunstwerke. Highlight in der Oststadt ist das Werk des Ulmer Kollektivs „ColorShok“, das an einem Haus gegenüber des Studentencafés prangt.