Die Menschen, die Socken in Sandalen tragen, finden das in Ordnung. Die Menschen, die ihren Biomüll in Plastiktüten sammeln, damit nichts heraustropft, finden das auch okay., denn der Handel bietet ja nach wie vor „kompostierbare Plastiktüten“ an. Also ist die Hälfte des Ulmer Biomülls immer noch damit verunreinigt.
Aber wen kümmert denn heute noch die Umwelt? Nur diejenigen, die sich damit auseinandersetzen und eh schon Plastik vermeiden. Die breite Masse aber zuckt mit den Schultern: Ihr sind genauso im Wald entsorgte Altölfässer egal. Bloß gibt es in diesem Bereich der Umweltdelikte bereits die Möglichkeiten, Bußgelder zu verlangen. Die EBU drohen zumindest: Wenn die Kampagne zum Biomüll keine Früchte trägt, werden die braunen Tonnen mit den Fehlwürfen nicht mehr geleert. Da freuen sich im Sommer die Maden und die Touristen!
Oder: Ulm schafft sich eine Umweltpolizei an. Diese armen Stadtbediensteten müssen dann genauso in die Biotonnen schauen wie derzeit schon in die Gelben Säcke. Denn in diesen finden sie nicht nur Kunststoffleichtverpackungen, sondern auch Biomüll. Wenn das so weitergeht, muss Ulm eben sein Müllheizkraftwerk erweitern. Darin wird dann einfach alles verbrannt – das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz als zentrales Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts gleich mit.

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