Der erste Regen seit langer Zeit war heftig. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (20./21.07.) gewitterte es in Ulm und Neu-Ulm mehrere Stunden lang. Für Polizei und Feuerwehr bedeutete das genügend Einsätze.
In Neu-Ulm stürzte gegen 02.30 Uhr ein Baum auf ein Wohnhaus. Nach Angaben der Polizei hatte vorher ein Blitz in den Ahornbaum eingeschlagen. Er stand zwischen zwei Mehrfamilienhäusern, hatte einen Durchmesser von etwas mehr als einem Meter und war etwa 15 Meter hoch. Als der Blitz einschlug, zerbrach der Baum, nur ein drei Meter langer Teil des Stamms blieb stehen.
Laut Polizei prallte die komplette Baumkrone gegen das Dach und die Fassade eines der umliegenden Häuser. Mehrere Fenster wurden beschädigt, außerdem Dachziegel und die Regenrinne. Die Fenster seien „regelrecht in die Wohnungen hineinkatapultiert“ worden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Eine 54-jährige Bewohnerin stand in der Nähe, als der Baum ein Fenster eindrückte, kam aber mit dem Schrecken davon.

Unwetter in Ulm: Keine größeren Einsätze

Die Polizei sperrte einen Bereich um den umgestürzten Baum ab. Die Einsatzkräfte entschieden, den Baum nicht sofort abzutransportieren, weil von ihm keine Gefahr mehr ausgegangen sei. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Tausend Euro. Wie hoch er genau ist, wird aber erst klar, nachdem der Baum entfernt ist.
In Ulm und Umgebung hatte die Polizei keine größeren Einsätze wegen des Unwetters. Vom zuständigen Polizeipräsidium hieß es nur, dass einige Verkehrszeichen und Bäume umfielen sowie Äste abbrachen. Nennenswerter Sachschaden sei nicht entstanden, niemand sei verletzt worden.
Der Feuerwehr sind ebenfalls keine größeren Einsätze in Ulm bekannt. Ein Sprecher berichtete von einigen Einsätzen in Langenau, Schelklingen und Ballendorf, machte aber keine näheren Angaben.