Seit August ist die Gänstorbrücke für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen gesperrt. So soll das brüchige Bauwerk bis zum geplanten Neubau 2024/2025 erhalten werden. Doch das Verbot werde immer wieder ignoriert, sagt Roswitha Schömig, Sachgebietsleiterin Ingenieurbauwerke bei der Stadt Ulm.
Deshalb greift die Stadt wie bereits angekündigt jetzt durch: Von der kommenden Woche an wird eine Anlage zur automatischen Sperrung der Brücke im Notfall sowie eine Breitenbeschränkung installiert. So will die Stadt Überfahrten durch zu schwere Fahrzeuge zuverlässig verhindern.

Ulm

So läuft der Aufbau der Sperrung der Gänstorbrücke

Am Dienstag, 26. November, wird mit dem Aufbau begonnen. Als erstes werden die Notfallampeln und LED-Schilder mit der Anzeige „Brücke gesperrt“ aufgestellt sowie mit Verkabelungsarbeiten und Leerrohrverlegungen begonnen. Danach werden auf beiden Zufahrten Betonwände aufgestellt, die die Fahrbahn auf 2,10 Meter in der Breite verengen. Somit passen Autos und Transporter noch durch - nicht mehr aber Lastwagen.
Zum Abschluss wird für Busse und Feuerwehrfahrzeuge eine ferngesteuerte Schranke in der Brückenmitte installiert.

Zunächst keine Behinderungen für den Verkehr

Die Beschilderung für die Umleitung für Lkw in Ulm und Neu-Ulm wird vor oder kurz nach den Weihnachtsferien aufgestellt werden, heißt es bei der Stadt.
Schömig zufolge werde sich trotz der nächste Woche beginnenden Arbeiten für die Verkehrsteilnehmer zunächst nichts ändern, da mit der Inbetriebnahme der gesamten Anlage erst im Januar 2020 zu rechnen sei. Erst dann gelte auf der Gänstorbrücke ein Verbot für Fahrzeuge, die inklusive der Außenspiegel eine Breite von 2,10 Meter überschreiten.