„Lecker und befriedigend muss gesundes Essen sein“, sagt Alina Bebrout vom Ulmer Restaurant Bibraud. Die Chefköchin nutzt nur so viel Öl wie nötig und kennt einige Kniffe, um Gerichte leicht und nährstoffreich zu gestalten. Denn „wenn man alles isst, was einen anmacht, wird es meist sehr fettig und kalorienreich“. Pasta, Reis oder Kartoffeln könne man auch mal mit protein- und nährstoffreichem Gemüse ersetzen; Apfelpüree statt viel Öl könne im Dressing zur Bindung dienen. Bebrout selbst hat in ihrer eigenen Ernährung zu viele Säfte gestrichen, wegen der zusätzlichen Kalorien.

Gesunde Ernährung per se gibt es nicht

Der Ernährungsexperte Udo Pollmer soll einmal gesagt haben, die Vorstellung von einer gesunden Ernährung für alle sei so absurd wie die einer gesunden Schuhgröße für alle. Das sieht Bebrout ähnlich, die sich wegen mehrerer eigener leichter Allergien viel mit Verträglichkeit befasst hat. „Ich koche deswegen mit nicht allzu viel Weizenmehl, und je weniger Fleisch ich esse, desto besser geht es mir.“

Gesundes Drei-Gänge-Menü

Für ein gesundes Drei-Gänge-Menü der 31-Jährigen, das sie exklusiv für die SÜDWEST PRESSE kreiert hat, serviert Bebrout im Hauptgang Hühnchen. Da ist „es ganz entscheidend, eine gute Hühnerbrust zu verwenden, am besten mit Haut. Die gibt es auf Vorbestellung bei fast jedem Geflügelstand am Markt oder beim Metzger.“ Der Kürbis in der Vorspeise ist „wahnsinnig vielseitig, kalorienarm und reich an nützlichen Nährstoffen wie Kalium und Vitamin C“. Da Bebrout gerne vollwertig kocht – also sowohl Kohlenhydrate als auch Fette und Protein in jedem Gang einbezieht –, ist das gesunde Finale im Menü kein Obstsalat, sondern eine Vanillecreme mit Birnenragout und Spekulatius-Crumble.

Was die Gesellschaft für Ernährung rät

Zum genussvollen und abwechslungsreichen Speisen rät auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), deren Tabellen zur täglichen Nährstoffzufuhr manchen verunsichern. Die Angaben zwanghaft umzusetzen, „ist nicht nötig“, sagt Ökotrophologin Astrid Donalies (DGE). Wichtig sei es, über eine Woche alles, was der Körper braucht, zu sich zu nehmen. „Es gibt auch Tage, an denen man sich mal das Glas Wein zum Abendessen gönnen kann – alles andere wäre lebensfremd.“ Gutes Kauen, „der achtsame Blick aufs Essen und Ruhe sind wichtig – dann regelt sich häufig auch die Menge; man merkt: Schmeckt mir das überhaupt?“ Nicht sinnvoll sei es, die Ernährung nach jeder neuen Einzelstudie umzuwerfen.

Rezepte kommen

Die Rezepte zum gesunden Drei-Gänge-Menü gibt’s hier im Link. Alle Geschichten rund ums Thema Essen, Kochen, Restaurants und Ausgehen im Raum Ulm/Neu-Ulm sowie Ernährungstrends bündeln wir auf der Seite swp.de/aufgetischt. Dort gibt es auch den Link zu unserem Aufgetischt-Newsletter, in dem wir unsere Leser auf dem Laufenden halten und zusätzlich immer wieder Rezepte und exklusive Gewinnspiele versenden. Hier gibt’s unser Anmeldeformular auch direkt:
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