Im künftigen Wohngebiet am Safranberg beginnt im ersten Bauabschnitt die Vergabe der Bauplätze. In der Nachbarschaft der ehemaligen Klinik soll ein sogenanntes urbanes Gebiet entstehen mit einem Mix aus Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen. Diese Vielfalt soll sich in den einzelnen Bauherren und den Gebäuden spiegeln.
Gewünscht sind möglichst vielfältige Formen, unterschiedliche Nutzungen und eine „durchmischte Bewohnerstruktur“ mit Menschen jeden Alters und aus jeder Einkommensschicht, wie es Ulrich Soldner, Leiter der Abteilung Liegenschaften, beschreibt. „Das alles soll das Quartier zu einem lebendigen Ort für viele unterschiedliche Menschen machen.“

Sieben Baufelder zur Auswahl

Das Gebiet unterhalb des Messelsteinwegs ist in sieben Baufelder aufgeteilt. Vier davon sind für Investoren, Bauträger und Arbeitsgemeinschaften mehrerer Bauträger vorgesehen. Auf dreien sollen Baugemeinschaften ihre Pläne verwirklichen können: einzelne private Bauherren, die sich zusammenschließen, um ein Haus speziell nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu konzipieren und zu bauen. Dieses Modell möchte Baubürgermeister Tim von Winning in Ulm populärer machen.
Das Vergabeverfahren für die Bauplätze ist laut Soldner mehrstufig aufgebaut. In Phase eins können sich Bauwillige – ob Investoren, Bauträger oder Privatleute – durch Abgabe eines Konzepts bewerben. Für Investoren und Bauträger läuft diese Frist am 15. April ab, für Baugemeinschaften am 16. Juli. Die Konzepte werden dann mit Hilfe eines Kriterienkatalogs von einem Auswahlgremium bewertet. Der Höchstplatzierte in diesem Verfahren erhält eine Reservierung für ein Baufeld. Begleitet wird diese „Ulmer Vergabe“ von der Firma Drees und Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement aus Stuttgart.

Info: Die Ausschreibungs- und Bewerbungsunterlagen nebst Voraussetzungen für die Teilnahme an der „Ulmer Vergabe“ stehen ab heute, 25. Januar, zum Download bereit: dreso.com/safranberg-ulm. Ansprechpartner: christian.siegle@dreso.com

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Vom Klinikgelände zum Wohngebiet

Safranberg: Die Klinik wurde von 1909 bis 1912 als städtisches Krankenhaus gebaut und 1982 vom Land Baden­-Württemberg als Teil der Uniklinik übernommen. Als die neue Chirurgie auf dem Eselsberg fertig war, wurde die Klinik am Safranberg aufgegeben, das Gebäude ging 2012 wieder an die Stadt zurück. Sie verkaufte den denkmalgeschützten Bau 2015. Dort entstehen derzeit rund 120 Wohnungen.