Bianca D. (Name geändert) kann stolz sein auf ihre Tochter. Sie besucht das Gymnasium, ist eine gute Schülerin und in ihrer Klasse beliebt. Vor einigen Jahren klagte sie häufiger als sonst über Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Als sie dann Blut im Stuhl entdeckte, „war klar, dass etwas Größeres dahintersteckt“, sagt Bianca D.
Nach vielen Arztbesuchen stand die Diagnose fest: Die heute 13-Jährige leidet an Morbus Crohn, einer unheilbaren entzündlichen Darmerkrankung. Sie verläuft in Schüben, dazwischen sollten Ruhephasen liegen. Doch die kämen bei ihrer Tochter so gut wie gar nicht mehr vor, berichtet die Mutter.

Ein Turm von Medikamenten für den Teenager

Ihre Nerven liegen blank. Der Blick auf den Turm aus Medikamentenschachteln, aus dem sich der Teenager tagtäglich versorgen muss, treibt ihr die Tränen in die Augen. Mit Schaudern erzählt sie, wie sich das Mädchen vor dem Cortison, „ihrem Feind“, und den täglichen Einläufen fürchtet.  „Manchmal hast du den Eindruck, bei anderen läuft alles rund. Dann guckst du bei dir und merkst: Davon kann bei uns   keine Rede sein“, sagt die 42-Jährige.
Sie war immer alleinerziehend und allein zuständig für Haushalt, Papierkram, Elternabende und vor allem die unzähligen  Arzt- und Kliniktermine. Eine Oma, die eingesprungen wäre, gibt und gab es nicht. Bianca D. selbst wuchs meist in Pflegefamilien und im Heim auf. Ihre leibliche Mutter war für sie das Negativbeispiel. „Ich möchte alles anders und besser machen als sie“, sagt Bianca D.

Bianca D. tut alles, um eine gute Mutter zu sein

Sie will für ihre Tochter da sein, ihr ein gutes Zuhause sowie eine gute Schulbildung und Lernumgebung bieten. Einen Job hat sie nach der Geburt ihrer Tochter nicht mehr gefunden. Bei Vorstellungsgesprächen sei sie immer an der Frage gescheitert, was sie während der Schulferien mache und wer sie unterstütze, wenn das Kind krank werde – was in Wirklichkeit ja oft vorkam.

Ärzte attestieren „emotionale Erschöpfung“

Mittlerweile leidet die zierliche Frau häufig an Migräne. Die wirft sie zweimal im Monat für bis zu drei Tage aus der Bahn. Sie kann schwer ein- und gar nie durchschlafen. Ärzte sagten ihr, sie sei „emotional erschöpft“. Die Krankheit der Tochter belastet sie am allermeisten, obendrauf kommen die ständigen Geldsorgen. Staatliche Hilfe und Unterhalt reichen vorne und hinten nicht, zumal die Krankheit beträchtliche   Zusatzkosten verursacht. Das versucht sie zumindest nach außen zu verbergen.
Dringende Anschaffungen schiebt sie immer wieder hinaus, „weil es Wichtigeres gibt“, sagt sie und nennt Beispiele für die „verdrängten“ Probleme: Den Staubsauger hält Panzertape zusammen, durch die Dusch- und Handtücher scheint  Licht, die Anbauwand im Wohnzimmer wirkt nur auf den ersten Blick stabil – und ihr Traum wäre eine „vernünftige Einbauküche“ mit viel Stauraum.
Vor allem aber will sie verhindern, dass ihre Tochter in der Schule ausgegrenzt wird. Allerdings muss sie bei Schuhen und Kleidung sparen – bei Markenklamotten könnte sie ohnehin nie mithalten. Die seien aber zum Glück kein Thema unter den Schulfreundinnen. Unverzichtbar aber seien Handy und Internet. Das werde – insbesondere seit der Pandemie – vor allem für die Schule benötigt. Da möchte Bianca D. keine Abstriche machen. Schließlich ist ihre große Hoffnung,  dass das Mädchen die Schule erfolgreich beendet, das Abitur macht und trotz Morbus Crohn einen guten Start ins Erwachsenenleben hat.

Direkte Hilfe für Bianca D.

Gezielte Unterstützung Wer speziell Bianca D. und ihrer Tochter unter die Arme greifen möchte, vermerkt auf seinem Überweisungsformular
unter Verwendungszweck das Stichwort „Bianca D.“.