Das 9-Euro-Ticket soll Pendlerinnen und Pendler entlasten. In den warmen Sommermonaten bietet es sich aber auch an, mit dem Ticket Ausflüge zu unternehmen – die auch mal etwas weiter weg führen können.
Wir haben neun Ausflugsziele im Südwesten gesammelt, die vom Ulmer Hauptbahnhof aus gut mit Zug oder Bus zu erreichen sind. Die Zeitangaben richten sich nach dem regulären Fahrplan der Deutschen Bahn – voraussichtlich bis Anfang Juni kommt es um Ulm allerdings zu Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.

Campus Galli: Eine Reise ins Mittelalter

Es ist ein Projekt, das seinesgleichen sucht: Auf der Klosterbaustelle Campus Galli bauen Handwerkerinnen, Handwerker und Ehrenamtliche gemeinsam ein Kloster – mit Mitteln des 9. Jahrhunderts. Seit dem Jahr 2013 ist die Baustelle für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Der Campus Galli befindet sich in Meßkirch. Fahrtdauer von Ulm aus: eine Stunde und 50 Minuten. Besucher können mit dem Regionalzug nach Sigmaringen fahren und dort in den Bus 600 Richtung ZOB Pfullendorf umsteigen.

Affenberg Salem: Berberaffen am Bodensee

Rund 200 Berberaffen leben in einem Wald in der Nähe des Bodensees. Dazu kommen eine große Storchenkolonie und ein Damwild-Gehege – wer Zoos mag, dürfte den Affenberg Salem lieben.
Die Anlage liegt in der Nähe des Bodensees und ist mit dem Öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar. Von Ulm aus geht es mit dem Interregio-Express nach Friedrichshafen, dann mit der Regionalbahn weiter nach Salem. Von dort fährt ein Bus bis zum Affenberg. Gesamtdauer der Fahrt von Ulm: knapp zwei Stunden.

Steiff Museum: Geschichte des Teddybären

Im Steiff Museum in Giengen an der Brenz können sich Kinder und Erwachsene über die Geschichte des Teddybären informieren – und über die Geschichte der Firma, die den „Knopf im Ohr“ berühmt gemacht hat. Ausgestellt sind Stofftiere aus mehr als 140 Jahren. In der Schaufertigung können die Besucherinnen und Besucher außerdem live erleben, wie ein Teddybär entsteht.
Mit dem Interregio-Express dauert die Fahrt von Ulm nach Giengen 23 Minuten. Das Steiff Museum ist zu Fuß knapp fünf Minuten vom Bahnhof entfernt.
Eine der Attraktionen im Archäopark: die Mammuts.
Eine der Attraktionen im Archäopark: die Mammuts.
© Foto: Archäopark

Archäopark Vogelherd: Besuch in der Steinzeit

Im Archäopark Vogelherd lernen und erleben Besucherinnen und Besucher, wie die Steinzeitmenschen gelebt haben. Der Park liegt an der Vogelherdhöhle, die schon vor mehr als 100.000 Jahren von Menschen genutzt wurde und zum Unesco-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ gehört. Doch obwohl es sich um einen außergewöhnlichen Ort handelt, ist ungewiss, wie die Anlage in Zukunft finanziert werden soll.
Wer den Archäopark besuchen möchte, fährt mit dem Zug von Ulm nach Niederstotzingen. Mit der Buslinie 59 geht es weiter zum Park. Dauer der gesamten Fahrt: etwa eine Stunde.

Therme in Bad Wörishofen: Entspannen statt entdecken

Wer von Ulm bis an den Bodensee fährt, kann dort nicht nur Berberaffen, sondern auch die Thermen in Überlingen, Meersburg oder Konstanz besuchen. Mit dem Öffentlichen Personennahverkehr gut erreichbar ist außerdem die Therme in Bad Wörishofen. Dort gibt es unter anderem Gesundheitsbecken, Saunen und Dampfbäder.
Bei der Anreise mit dem Zug müssen Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer zweimal umsteigen. Zuerst geht es von Ulm nach Memmingen, von dort nach Türkheim und dann nach Bad Wörishofen. Fahrzeit: Je nach Verbindung etwa eine Stunde und elf Minuten oder knapp eineinhalb Stunden.

Alpspitz Coaster: Ganzjahres-Rodelbahn im Allgäu

Mehr als einen Kilometer lang ist die Bahn des neuen Alpspitz-Coasters bei Nesselwang. Die Ganzjahres-Rodelbahn auf Schienen hat einen integrierten Lift, der die Gäste auf den Berg befördert. Von oben geht es dann mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern hinunter ins Tal.
Die Zugfahrt von Ulm nach Nesselwang dauert etwas unter zwei Stunden – mit einem Umstieg in Kempten. Wer Lust hat, kann in Nesselwang außerdem nicht nur rodeln, sondern auch eine Rundwanderung beginnen. Zum Grüntensee ist man zum Beispiel rund fünf Kilometer unterwegs, Hin- und Rückweg zusammen dauern etwa drei Stunden.
Der Planetenweg ist fünf Kilometer lang, der Rundweg beginnt am Planetarium.
Der Planetenweg ist fünf Kilometer lang, der Rundweg beginnt am Planetarium.
© Foto: Alfred Wiedemann

Planetarium Laupheim: Sternenshows und Planetenweg

Mehr als 30.000 Menschen besuchen jährlich das Planetarium und die Sternwarte in Laupheim. Die Einrichtung wird zum Großteil von Ehrenamtlichen geführt. Es gibt dort Sternenshows, Stern- und Sonnenführungen. Und: Am Stadtrand von Laupheim gibt es den Planetenweg, den man in etwa zwei Stunden entlang wandern kann.
Die Regionalbahn benötigt von Ulm nach Laupheim 23 Minuten. Besucherinnen und Besucher steigen am besten an der Haltestelle „Laupheim Stadt“ aus, zu Fuß erreicht man das Planetarium von dort in knapp 25 Minuten. Alternativ können Bahnfahrer am Bahnhof „Laupheim West“ aussteigen und von dort den Bus nehmen.

Skyline Park: Freizeitpark im Allgäu

Klar, man kann mit dem 9-Euro-Ticket auch von Ulm in den Europapark fahren. Die Fahrt dorthin dauert mit den Zügen des Nahverkehrs allerdings mehr als viereinhalb Stunden. Deutlich schneller geht es zum Skyline Park bei Bad Wörishofen: Die Zugfahrt mit Umstieg in Memmingen dauert eine Stunde und 18 Minuten. Das Angebot des Freizeitparks im Allgäu ist breit gefächert: Es gibt mehr als 60 Attraktionen, etwa Achterbahnen, ein Riesenrad und einen Wasserspielplatz.
Wichtig: Besucherinnen und Besucher sollten nicht am Bahnhalt in Bad Wörishofen, sondern in Rammingen aussteigen. Von dort führt ein knapp 800 Meter langer Fußweg zum Freizeit-Park.

Legoland Deutschland: Lego-Steine und Achterbahnen

Der Klassiker unter den Ausflugszielen im Raum Ulm darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen. Noch schneller als im Skyline Park ist man von Ulm aus nämlich im Legoland. Kleine und große Legofans können dort das mit 23 Millionen Lego-Steinen errichtete Miniland bewundern, außerdem gibt es dutzende Fahrgeschäfte.
Von Ulm aus erreicht man Günzburg in weniger als 20 Minuten mit dem Regional-Express in Richtung München oder dem Agilis in Richtung Donauwörth. Zum Legoland geht es dann weiter mit dem Bus.

Das 9-Euro-Ticket im DING-Gebiet

Mit dem 9-Euro-Ticket kann man übrigens nicht nur im Südwesten den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. Das Ticket gilt deutschlandweit – auch, wenn man es beim Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (DING) kauft. Die wichtigsten Infos zum 9-Euro-Ticket im DING-Gebiet gibt es hier. Alle Informationen zum 9-Euro-Ticket und Ausflugszielen für Ulm und die Region lesen Sie unter swp.de/9euro .