Tübingen · Stadtplanung: Neuer Zugang zum Neckar für alle

Geplant ist eine Aufwertung: Zwischen Biergarten und Schwabenhaus soll eine Zustiegsstelle für Stocherkähne entstehen.
Ulrich MetzDie städtische Grünfläche, die zur neuen StocherkahnZustiegsstelle werden könnte, ist als öffentliche Fläche nicht sofort zu erkennen. Sie liegt zwischen dem Schwabenhaus, in dem die Hochschule für Kirchenmusik ihren Sitz hat, und dem Neckarmüller. Da sie zum Neckar hin von demselben braunen Zaun umgeben ist wie der Neckarmüller-Biergarten, wirkt es zunächst so, als würde sie zu der Gastronomiefläche gehören. Doch wo der Schotter endet und die Poller stehen, beginnt die Fläche der Stadt.
Zugänglich ist sie vom Land aus nur über die Unterführung beim Neckarmüller. „Man muss Kenner des Ortes sein, es ist eine unscheinbare öffentliche Grünfläche an zentraler Stelle, die jetzt aufgewertet werden soll“, erklärt Barbara Landwehr, Leiterin des Fachbereichs Planen, Entwickeln Liegenschaften. Dort soll eine Stocherkahn-Zustiegsstelle entstehen - aber keine Anlegestelle mit Bootslagerung. „Wir bauen nicht in den Neckar hinein, sondern wollen die Zugänglichkeit zum Neckar über ein Absenken der Ufermauer und die Anlage von Sitzmöglichkeiten schaffen“, schildert die Stadtplanerin die Ideen für das Bauprojekt. Ziel sei, dass Menschen am Neckar sitzen und ihn genießen und Stocherer ihre Mitfahrer zusteigen lassen können. Außerdem wolle man den öffentlichen Charakter der Fläche mehr betonen. Eine neue Bootsvermietung sei nicht geplant, so Landwehr. Die Idee sei bereits vor einigen Jahren entstanden, als die vorhandenen Anlegestellen immer maximal ausgelastet waren. Die Stadtplanerin kündigt an: Im Herbst werde die Planung dem Gemeinderat vorgestellt. Kosten und Bauzeitpunkt seien bis dahin klar.
