Tübingen · Hölderlin-Festakt
: Kretschmann beeindruckt: Hölderlin bewegt noch heute

Am Samstagvormittag gab es in der Tübinger Alten Aula einen Festakt zur Eröffnung des Hölderlinturms und zum Auftakt der Programmreihe „Hölderlin 2020“ anlässlich des 250. Geburtstags des Dichters.
Von
Gernot Stegert
Tübingen

Ministerpräsident Kretschmann studiert die Tafel im Garten des Hölderlinmuseums.

Erich Sommer

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur, freute sich bei der Eröffnung des Hölderlin-Turms über die Ausstellung im Museum. Sie mache Hölderlins Sprachexperimente multimedial erfahrbar. Hölderlins Dichtung sei Weltliteratur und nicht nationalistisch zu vereinnahmen. Seine „spirituelle Dichtung“ komme einer Sehnsucht nach einem Mehr in materialistischen Zeiten entgegen.

Oberbürgermeister Boris Palmer nutzte die Bühne, um für die Landesgartenschau zu werben. Der Schauspieler und Sprecher Christian Reiner rezitierte die Hölderlin-Gedichte „Gang aufs Land“ und „Aussicht“. Shoko Hayashizaki und Michael Hagemann begleiteten den Festakt am Klavier mit dem „Schicksalslied“ von Johannes Brahms.

Das TAGBLATT wird in der Montagsausgabe ausführlich vom Festakt berichten.

Die Öffnungszeiten des Turms

Bereits am Freitag wurde der sanierte Turm am Neckarufer den Pressevertretern vorgestellt. Gelegenheit, die Grundlinien der neuen Dauerausstellung im Hölderlinturm kennenzulernen, bietet ein Kuratorengespräch am morgigen Sonntag um 11 Uhr im Ratssaal im Rathaus am Markt. Im Anschluss ist der Hölderlinturm erstmals wieder von 12.30 bis 17 Uhr öffentlich und bei freiem Eintritt zugänglich. Reguläre Öffnungszeiten täglich außer dienstags 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 19 Uhr.