Eine Party in der Tonfabrik in Aalen sorgt für Aufregung: in den sozialen Netzwerken kursiert ein Brief des Oberbürgermeisters von Aalen, Thilo Rentschler, und des Landrats, Klaus Pavel, in dem sie die Eltern vor der Veranstaltung warnen. Zuerst hatte die Schwäbische Zeitung darüber berichtet, ein Bild des Briefes wurde auf der Facebook-Seite „Du weißt, dass du aus Aalen bist, wenn...“ geteilt.

Was ist passiert?

Am Wochenende findet in der Tonfabrik Aalen die „Unzensiert“-Party statt. Auf der Facebook-Seite der Tonfabrik – die nur Vermieter der Halle ist und nicht der Veranstalter – wird die Party unter dem Motto „One night - Without rules“ beworben. Bereits Jugendliche ab 16 Jahren können mit einer Einverständniserklärung der Eltern beziehungsweise einer Begleitperson zu der Veranstaltung gehen.
An dem Abend sollten verschiedene Aktionen angeboten werden, die sowohl von einigen Facebook-Usern als auch von Aalens Verwaltung als kritisch betrachtet werden:
  • Die ersten zehn Gäste, die ihre Getränke in Unterwäsche bestellen, müssen nichts zahlen
  • Mädchen erhalten am Eingang zwei Getränke-Gutscheine, die sie jedoch nur mit Jungs einlösen können
  • Jungs, die die Party mit einem Mädchen verlassen, erhalten ein Kondom
  • Würstchen-Contest: Das Mädchen, dass die meisten Würstchen in den Mund bekommt, erhält 100 Euro
  • Mädchen, die ihren BH beim DJ abgeben, erhalten eine Flasche Sekt umsonst.
Zudem gibt es Bänder in verschiedenen Farben für die Gäste, die den „Flirtstatus“ anzeigen sollen (“Ich möchte heute Knutschen“, „Versuch dein Glück“, „Ich bin nur zum Tanzen hier“).

Das sagen OB und Landrat

Laut des Schreibens sei es OB Rentschler und Landrat Pavel ein Anliegen, dass die Mädchen und Jungen durch die auf der Party angebotene Spiele nicht als sexuelle Objekte dargestellt werden. Sie möchten die Eltern daher auf die Veranstaltung aufmerksam machen und darüber aufklären. Die Eltern müssen selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder dorthin gehen lassen.

Hallenvermieter und Veranstalter reagieren – einige Aktion gestrichen

Die Tonfabrik, die die Halle an den Veranstalter vermietet, reagierte auf die Kritik. Man teile die Meinung des OB und des Landrats und habe sich mit dem Veranstalter, der Fa. Nachtaktiv aus Hannover, in Verbindung gesetzt.
Inzwischen wurde der „Würstchen-Contest“ aus dem Programm genommen. Auch, dass die ersten zehn Gäste, die ihre Getränk in Unterwäsche bestellen, dieses umsonst bekommen und dass Mädchen ihren BH beim DJ abgeben können, wurden gestrichen.

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