Bewegungsgeräte für Senioren sind in Schwäbisch Hall ein Dauerthema. Nachdem sie mehrfach gefordert wurden, formulierte die Stadtverwaltung im Jahr 2012 in einer Vorlage: „Im Kontext der Demografie wird dies ein Zukunftsthema sein.“
Ahnte man vor fünf Jahren bereits, dass der Bau der Fitnessanlage in der nächsten Zeit nicht klappt? Ursprünglich sollte sie auf der Weilerwiese montiert werden. Dann auf einer Fläche hinter einer neu anzulegenden Hecke mitten in den Ackeranlagen.
Im vergangenen Bau- und Planungsausschuss war es mal wieder so weit: Ein neuer Plan wird den Stadträten präsentiert. Diesmal nicht von einer Landschaftsarchitektin, sondern von der Bauverwaltung selbst. „Nicht an einem zentralen Standort, sondern als dezentrales Angebot soll der Aktivpark entstehen.“ Das berichtet Baubürgermeister Peter Klink in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Sowohl Schüler aus dem Jugendforum als auch Mitglieder des Stadtseniorenrates hätten sich an der Planung beteiligt. Sie sollen schon im Frühjahr 2019 die Geräte benutzen können.
Es werde kein reiner „Maschinenpark“ angelegt. Es würden vielmehr Fitnesselemente angeschafft, an denen man mit seinem eigenen Körpergewicht als Gegenkraft trainieren kann, präzisiert Holger Göttler, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. Bei dem Vor-Ort-Termin hätten Jugendliche signalisiert, dass ihnen schon einfache Stangen ausreichten, um ihre Übungen zu absolvieren.
Die Stadtverwaltung will die Geräte auf drei Standorte verteilen. Einer liegt auf der Taubeninsel und zwei befinden sich am Ufer beim Lindachsteg. Aber auch im Umfeld sollen später einmal Tafeln darauf hinweisen, wie man sich fit halten kann. Zum Beispiel mit einem Treppenlauf an den Stufen, die unter der Limpurgbrücke starten und hoch zu den Stadtwerken führen.
Neu: „Wir werden drei verschiedene Trails anbieten“, sagt Klink. Damit sind Laufstrecken gemeint, auf denen gesundheitsorientierte Menschen entlangrennen können. Sie führen auf bestehenden Wegen durch den Park, stellt Stadtplaner Christian Mathieu klar. „Trailrun“, „Workout-Loop“ und „Fitnessrunde“ werden sie genannt. Die Stadträte loben im Ausschuss die Pläne der Stadtverwaltung. Nun sollen die Details und die Kosten ausgearbeitet werden. Auch das Umfeld werde verbessert. So sind Schaukeln im Plan eingezeichnet, die es bisher in den Ackeranlagen nicht gibt. Zudem soll ein Staudengarten unterhalb des AOK-Gebäudes im Park erneuert werden.

Bereits im Mai des Jahres 2012 taucht der Plan eines Aktivparks für Jugendliche und Senioren in den Gemeinderatsunterlagen auf.