Vier Mineralwasser sind die Verlierer eines neuen Tests der Zeitschrift Öko-Test, in dem 100 Sprudelsorten untersucht wurden. Eine der vier ist die „Naturpark Quelle Medium“ der Mainhardter Mineralwasserfirma Aqua Römer. Grund dafür sei der hohe Anteil des Schwermetalls Uran. Deswegen raten die Autoren des Tests vom Kauf dieses Mineralwassers ab. Das Urteil wurde kurz nach dem vollständigen Umzug der Firma von Göppingen nach Mainhardt veröffentlicht.
Das Unternehmen widerspricht dem Urteil der Tester vehement – unter anderem bemängelt es die Methode von Öko-Test und betont, dass der Wert weit unter dem empfohlenen der WHO liege.Die Gefahr durch Uran sei nicht die Radioaktivität, sondern die Giftigkeit des Schwermetall, heißt es bei den Verbraucherschützern von Foodwatch. Es könne zu Nierenversagen führen. Uran taucht natürlicherweise im Wasser auf. Für Mineralwasser gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert, für Trinkwasser allerdings schon: 10 Mikrogramm des Schwermetalls dürfen pro Liter enthalten sein. Der Unterschied zwischen den beiden: Mineralwasser muss aus der Quelle zu Tage gefördert, darf aber nur sehr begrenzt aufbereitet werden.

Landkreis Schwäbisch Hall

Trinkwasser wird aus Grundwasser, Quellen und Oberflächengewässern gewonnen und aufbereitet. Seine Qualität wird streng kontrolliert, heißt es auf der Webseite des Umweltbundesamtes.

Ein Mainhardter Mineralwasser „mangelhaft“, ein anderes „gut“

Der Uran-Grenzwert wurde 2011 in der Trinkwasserverordnung festgelegt, heißt es auf der Webseite des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches. In den Öko-Test-Proben wurde der beim Mineralwasser „Naturpark Quelle Medium“ offenbar überschritten, so dass der Uran-Gehalt im Test-Ergebnis als „stark erhöht“ gilt.
Nur „leicht erhöht“ ist der Wert allerdings bei einem anderen Mineralwasser aus Mainhardt: „Aqua Römer Medium“ erhielt in dem Test die Bewertung „gut“.