Haushalte, die Problemstoffe aller Art angesammelt haben, können diese gratis loswerden: Ab Montag, 24. August, tourt das Umweltmobil durch den Landkreis. Das Landratsamt als Organisator der Aktion hofft, dass diese Stoffe nicht in die Umwelt oder in den Restmüll gelangen.
Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei der Anlieferung Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, zudem ist der Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Das könnte zu längeren Wartezeiten führen, heißt es in der Pressemitteilung.

Ganze Palette giftiger Stoffe

In Haushalten gibt es eine ganze Palette von feuergefährlichen, ätzenden, giftigen und chemisch aktiven Produkten, die richtig entsorgt gehören. Deshalb steuert das Umweltmobil einmal jährlich alle Städte und Gemeinden an. Etwa 43 Tonnen Sondermüll wurden 2019 eingesammelt.
Wer das Umweltmobil verpasst, kann das ganze Jahr über die Problemstoffsammelstelle im Entsorgungszentrum auf dem Hasenbühl in Hall-Hessental aufsuchen. Geöffnet ist mittwochs von 13 bis 18 Uhr. Dort werden auch Anlieferungen von Gewerbebetrieben, Landwirten und Schulen entgegengenommen, im Unterschied zu den Haushalten allerdings gegen eine Gebühr. Infos unter Telefon 07 91 / 7 55 73 21.

Diese Stoffe werden eingesammelt

Folgende Stoffe nimmt das Umweltmobil an:
  • Farben
  • Lacke
  • Kleber
  • Lösungsmittel
  • Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel (nicht aus landwirtschaftlichen Betrieben)
  • Holzschutzmittel
  • Reinigungsmittel
  • Säuren und Laugen
  • Verdünnung
  • Foto- und Laborchemikalien
  • Ölbehälter
  • Spraydosen
  • quecksilberhaltige Teile (Thermometer, Messgeräte, Schalter)
Abgegeben werden sollen die Stoffe in geschlossenen Behältern, beschriftet, maximal 100 Liter pro Anlieferer.

Diese Stoffe werden nicht eingesammelt

  • Autobatterien
  • Trockenbatterien
  • Altmedikamente
Batterien können auf Wertstoffhöfen kostenfrei angeliefert werden. Altmedikamente werden mit dem Restmüll im Heizkraftwerk Stuttgart-Münster verbrannt. Die Abfallwirtschaft empfiehlt, die Medikamente in Beuteln unten in die Tonne zu legen, damit Kinder nicht darankommen.
Dispersionsfarbe kann über die Restmülltonne entsorgt werden, sofern sie eingetrocknet ist. Der leere Farbeimer gehört in den Gelben Sack. Flüssige Dispersionsfarbe kann beim Umweltmobil oder auf dem Hasenbühl abgegeben werden.
Nicht abgenommen werden Leuchtstoffröhren, Altspeise­fett/­ -öl (Gratis-Abgabe auf Wertstoffhöfen) und Altöl (Abgabe in der Problemstoffsammelstelle, 50 Cent je Kilo, am Hasenbühl.