„Der Energiemarkt befand sich dieses Jahr durchgängig im Ausnahmezustand. Die hohen Beschaffungskosten haben zur Steigerung der Verbrauchspreise für Energie gesorgt, auch bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall.“ Das steht in der Pressemitteilung des Versorgers. Für Erdgas zahlen die Kunden der Stadtwerke ab dem 1. Januar in den meisten Tarifen etwa 2,8 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) netto mehr gegenüber den bereits zum Oktober angehobenen Preisen. Tarife in der Ersatzversorgung und die Grundpreise in allen Erdgastarifen sind nicht betroffen.

Strom: 8,2 Cent mehr je ct/kWh

Anders sieht es beim Strom aus. Dort erhöhen sich die Grundpreise in den meisten Tarifen um 12,61 Euro netto im Jahr. Die Stromverbrauchspreise steigen gegenüber den seit 1. Oktober geltenden Preisen in den meisten Tarifen um etwa 8,2 ct/kWh. Im Strompreis sind auch die Kosten für die Netznutzung enthalten. Da die Netzentgelte steigen, wirken sich diese Kosten ebenfalls auf die neuen Strompreise aus.
Bedingt durch die extremen Kostensteigerungen aus der Gasmarktkrise und dem vermehrten Einsatz von Biomethan und Biogas anstelle von Erdgas haben sich die Kostenverhältnisse erheblich verändert. Aus diesem Grund erhöhen die Stadtwerke ihre Wärmepreise zum 1. Januar 2023 und passen die zukünftig wirkende Preisgleitformel an. In diesem Zusammenhang steigt hauptsächlich der Arbeitspreis auf 13,910 ct/kWh netto.

Entlastungen durch den Bund

Es gibt aber auch gute Nachrichten für die Verbraucher: Finanzielle Entlastungen soll es durch eine Soforthilfe für die Gas- und Wärmeversorgung sowie eine Preisbremse für die Strom-, Gas- und Wärmeversorgung geben.
„Aufgrund der Soforthilfe zahlen unsere Wärme- und Gaskunden im Dezember keinen Abschlag. Für die Preisbremsen fehlt aktuell noch die genaue Ausgestaltung. Natürlich greifen diese Preisbeschränkungen dann auch bei uns“, sagt Thomas Deeg, Leiter der Abteilung Vertrieb, Marketing und Energiehandel bei den Stadtwerken.