Bundestag und Bundesrat haben im November eine Soforthilfe für Gas- und Wärmekunden bewilligt. Als Konsequenz ziehen die Haller Stadtwerke den im Dezember fälligen Abschlag ihrer Gas- und Wärmekunden nicht ein. Die meisten Kunden der Stadtwerke haben eine Einzugsermächtigung erteilt. Sie müssen jetzt nichts machen, ihr Dezember-Abschlag für Gas oder Wärme wird automatisch nicht abgebucht. Um die Zeit bis zu den Energie-Preisbremsen im Jahr 2023 für Bürger abzufedern, hat die Bundesregierung diese Dezember-Soforthilfe für Gas- und Wärmeverbraucher beschlossen.

Überweisung aussetzen

Die Soforthilfe sieht vor, dass Gas- und Fernwärmekunden den Abschlag im Dezember nicht zahlen müssen. „Wir begrüßen jede Form der Entlastung. Natürlich entfallen auch für unsere Erdgas- und Wärmekunden die Abschläge im Dezember. Das heißt, wir ziehen den im Dezember fälligen Abschlagsbetrag nicht ein. Kunden, die den Abschlag per Überweisung oder Dauerauftrag an uns bezahlen, können die Überweisung im Dezember aussetzen“, erklärt der Marketing- und Vertriebsleiter der Stadtwerke Schwäbisch Hall, Thomas Deeg.
Der Wegfall des Dezemberabschlags entspricht jedoch nicht dem Entlastungsbetrag, der in der nächsten Jahresabrechnung zum Ansatz kommt. Die konkrete Ausweisung des tatsächlichen Entlastungsbetrags erfolgt über die Jahresabrechnung. Die Stadtwerke-Kunden erhalten ihre Jahresrechnung für 2022 Ende Januar 2023.
Der Entlastungsbetrag bei der Gasversorgung errechnet sich aus dem Verbrauchspreis pro Kilowattstunde, der für Erdgas im Dezember gilt, multipliziert mit einem Zwölftel der im September gültigen Jahresverbrauchsprognose. Außerdem wird ein Zwölftel des Grundpreises erlassen. Bei der Wärmeversorgung errechnet sich der Entlastungsbetrag auf Grundlage des Septemberabschlags 2022 zuzüglich des Werts von 20 Prozent des Septemberabschlags.