Shut up and dance with me“, tönt es am Samstagabend in der Tüngentaler Turnhalle. Ein paar Gäste kommen dieser Aufforderung der Band Crossfire nach und tanzen ausgelassen auf dem noch freien Platz vor der Bühne. Wenig später ist auch der voll – zum einen, weil die Gruppe die Menge mit ihrer Show zu sich lockt, zum anderen, weil noch viel mehr Besucher zum Tüngentaler Faschingsauftakt kommen.
„Es ist jetzt gerade so die Zeit, in der die meisten ankommen“, erklärt Florian Frey vom Faschingsklub kurz vor 22 Uhr. Dass erst am Tag darauf, am 11.11. um 11.11 Uhr, die fünfte Jahreszeit offiziell eingeläutet wird, stört keinen. Rund 30 Helfer packen mit an, damit die Party wieder steigen kann.
„Wir schaffen alles noch mit eigenen Mitgliedern. Auch die Security“, betont Frey. Die ersten Vorbereitungen, damit zum Faschingsauftakt gefeiert werden kann, liefen bereits im Frühjahr ab. „Da reservier’ ich die Halle und Crossfire wissen schon, dass sie wieder kommen“, berichtet er.
Rund 700 Besucher dürfen in die Halle. Etliche sind gerade noch draußen. Jetzt haben die Helfer an der Kasse und der Eingangskontrolle die meiste Arbeit, weil fast alle gleichzeitig hineinwollen – und Karten gibt es nur an der Abendkasse. Rund 70 Prozent der Gäste sind verkleidet. „Das ist o.k. so“, findet Frey.
Erstmals ist in diesem Jahr die Zeit zwischen Einlass und bis die Band zu spielen beginnt mit Musik begleitet worden. DJ Hurri­cane hat die ersten Besucher empfangen. „Das ist beim Hauptfasching so und wir machen das jetzt auch so“, meint Frey.
„Wir wollten auch schon früher hier sein, aber es klappt eben nicht immer alles so, wie man will“, meint Cindy Unger. Sie ist mit zwei Freundinnen da. „Für sie mussten wir erst noch schnell ein Kostüm zaubern“, sagt die 19-Jährige und zeigt mit breitem Grinsen auf ihre Freundin Carolin Metzger. Beide stellen Vampire dar. „Aber jetzt brauchen wir erst mal ein Schlückchen. Wein tut’s für uns aber“, so Unger.