„I geb’ koi Ruh’“, sagt Ilse Eichele. Die Geschäftsfrau ruft nahezu täglich bei der Störungsstelle der Telekom an. In ihrem Geschäft, einem Zaun- und Imprägnierwerk  in Schönberg, herrscht zurzeit Hochbetrieb und just während dieser Wochen haben einige Haushalte im Dorf weder Telefon noch Internet. Auch das Holzwerk ist nicht erreichbar. Ilse Eichele hat sich deshalb eine Rufumleitung auf ihr Handy legen lassen. Seit 26. Oktober stehen viele Telefone in Schönberg still, und es gibt kein Internet. Das bleibt nicht ohne Folgen. Ein Kunde aus Stuttgart stand dieser Tage in Eicheles Büro und wollte seine Ware abholen. „Wir haben seinen Auftrag gar nicht erhalten, weil unser Fax nicht funktioniert“, erklärt Ilse Eichele. Der Kunde war grantig. Ihr droht auch bald der Geduldsfaden zu reißen.

Störung nicht behoben

Um die Störungsstelle zu erreichen, nimmt Ilse Eichele sogar die 20, 30 Minuten in der Warteschleife in Kauf. Die Mitarbeiter seien sehr freundlich und versichern, ein Techniker werde die Störung zeitnah beheben. „Tags darauf bekomme ich die Nachricht, die Störung ist behoben, sie ist es aber nicht. Unser Telefon geht immer noch nicht und wir haben immer noch kein Internet.“ Ein Sprecher der Presseabteilung ist ebenfalls sehr bemüht, die Redaktion auf dem Laufenden zu halten. Nach kurzer Recherche stellt sich heraus: Die Nachricht ist falsch. Einzig im Pfarramt Unterrot geht seit letzter Woche Donnerstag wieder das Telefon. In manchen Haushalten in Schönberg geht das Telefon, andere haben kein Netz, bei manchen funktioniert weder das eine noch das andere, berichtet Ilse Eichele.
Sie kann jetzt unter dem Kennwort „Mundharmonika“ bei der Störungsstelle zurückrufen. Am nächsten Tag „fragen sie, wie man zufrieden ist und man soll die Leute bewerten“, berichtet Eichele weiter. Sie vergebe jeweils ein Sternchen. „Jetzt sind wir über zwei Wochen offline, wie stellt sich die Telekom das denn vor“, fragt sie. Im Januar war Schönberg fast drei Wochen von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffene sprachen damals von der „Servicewüste“ Schönberg.