Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Schwäbisch Hall bildet seit mehr als 40 Jahren Erzieherinnen und Erzieher mit staatlicher Anerkennung aus. Im Sommer 2019 steht ein Schulleiterwechsel an: Martin Berger, seit 20 Jahren Direktor der Fachschule und bereits seit 27 Jahren als Dozent im Haus, geht im August in die passive Phase der Altersteilzeit. Die Mitgliederversammlung des Trägervereins hat kürzlich seine Nachfolgerin gewählt: Dr. Cornelia Becker, zurzeit Referentin im Evangelischen Landesverband Tageseinrichtungen für Kinder. Sie wird neue Direktorin an der Haller Fachschule mit Beginn des nächsten Schuljahres, berichtet die Fachschule.
Die künftige Schulleiterin ist 49 Jahre alt und hat nach dem Abitur in Darmstadt zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Nach einem anschließenden Soziologie-Studium mit Promotion arbeitete sie unter anderem als Dozentin in der Erzieherausbildung am Elisabethenstift Darmstadt und an der Fachschule für Sozialpädagogik im Landkreis Görlitz. Zu ihren aktuellen Tätigkeitsbereichen beim evangelischen Kita-Landesverband gehören neben der Fachberatung für die Region Main-Tauber-Kreis außerdem die landesweiten Projekte Qualitätsentwicklung, Inklusion und die Kooperation Kindergarten-Grundschule.
„Wir freuen uns sehr, solch eine kompetente und erfahrene Person als Schulleiterin gewonnen zu haben“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, erster Vorsitzender des Vereins Evangelische Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik. „Der Standort Schwäbisch Hall liegt uns sehr am Herzen. Unsere Evangelische Fachschule hat einen hervorragenden Ruf und ist bestens vernetzt in der Region. Mit ihrem Know-how aus Lehrtätigkeit, Kita-­Erfahrung und Qualitätsmanagement wird Cornelia Becker die Entwicklung der Erzieherausbildung in Schwäbisch Hall weiter voranbringen.“
An der Haller Fachschule werden 250 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und auf ihrem Weg in den Beruf begleitet. „In der Erzieherausbildung an unserer Fachschule legen wir großen Wert auf eine Atmosphäre, die von Akzeptanz, Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet ist“, sagt Heidi Fritz, zweite Vorsitzende im Trägerverein. „Deshalb ist es uns wichtig, dass die neue Schulleiterin das evangelische und friedenspädagogische Profil der Haller Fachschule prägen wird.“ Die Gesellschaft brauche dringend bestens ausgebildete pädagogische Fachkräfte für eine sinnstiftende Erziehung und Bildung der anvertrauten Kinder und Jugendlichen.

Infotag am 19. Januar

Die Haller Fachschule bietet verschiedene Ausbildungswege an: Regel-­Ausbildung mit Realschul­abschluss, Quereinstieg
mit Abitur, Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) und Teilzeit-­Ausbildung. Auf Wunsch kann auch die Fachhochschulreife erworben sowie eine Doppelqualifizierung mit Bachelor-­Abschluss erzielt werden. Als inhaltliche Schwerpunkte können Theaterpädagogik, Medienpädagogik oder Erlebnispädagogik gewählt werden. Mehr Infos zu den Ausbildungswegen gibt es beim Tag der offenen Tür am 19. Januar von 14 bis 17 Uhr im Komberger Weg 53 sowie auf der Homepage: www.fachschule-hall.de.
Träger der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Hall ist der „Verein Evangelische Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik“ mit Sitz in Stuttgart. Die Vorsitzenden sind Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart und Diplom-­Pädagogin Heidi Fritz aus Leonberg. Die Anfänge des Trägervereins reichen bis 1862 zurück. Der Hauptzweck des Vereins ist die Ausbildung von Erziehern.