Schwerer Unfall und Einsatz Zahlreicher Rettungskräfte auf der A6 in der Nacht auf Samstag, 10.12.2022: Wie die Polizei berichtet, ist ein Lkw-Fahrer mit seinem Gespann verunglückt, der Laster und der Anhänger kippten um. Das Fahrzeug fing Feuer, und die Feuerwehr kam nur schwer zur Unfallstelle. Was ist geschehen?

Unfall auf der A6 bei Neuenstein/Kupferzell

Wie die Polizei berichtet, war ein 60-Jähriger in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der A6 unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Neuenstein und Kupferzell geriet er aus unbekanntem Anlass nach rechts von der Spur ab und krachte gegen die Leitplanke. Der Fahrer steuerte deswegen zu stark nach links – der Laster kippte mit dem Anhänger um. Das Lkw-Gespann lag quer über alle drei Fahrspuren der A6.

Lkw-Fahrer bei Unfall auf A6 eingeklemmt - Feuer

Der 60-Jährige wurde bei dem Crash in seinem Führerhaus eingeschlosssen. Doch Ersthelfer, die zur Unfallstelle geeilt waren, befreiten den schwerverletzten Mann aus seinem Fahrzeug. Gerade noch rechtzeitig, denn kurz danach fing der Lkw Feuer und es kam zum Kleinbrand. Der Rettungsdienst versorgte den 60-Jährigen und brachte ihn ins Krankenhaus.

Rettungsgasse: Feuerwehr auf Fahrt zu Löscheinsatz behindert

Der Rettungseinsatz der Feuerwehr war nicht einfach: Denn einigge Autofahrer im Stau beachteten nicht die Regeln zur Bildung einer Rettungsgasse - die Einsatzkräfte wurden durch den Verkehr bei der Anfahrt zum Löscheinsatz an dem brennenden Lkw behindert.

A6 bis zum Morgen voll gesperrt

Die Aufräumarbeiten waren aufwändig: Die Ladung bestand aus 17 Tonnen Saft im 1-Liter Tetra Pak, welche teilweise auf der Fahrbahn verstreut lagen. Aufgrund der Aufräum- und Bergungsarbeiten sowie einer anschließend notwendigen „Nassreinigung“ sollte die Fahrbahn bis voraussichtlich 8 Uhr voll gesperrt bleiben.
Schon am Donnerstag haben auf der A6 gleich zwei Zwei Lkw-Unfälle bis in die späten Abendstunden für kilometerlange Staus zwischen Kirchberg und Kupferzell gesorgt. Auch in diesem Fall war ein Sattelzug umgekippt
Und auch Ende November hatte sich auf der A6 ein ähnlich schwerer Unfall bei Neuenstein ereignet:

Saftige Strafen für Verstöße gegen Regeln zur Rettungsgasse

  • Wer keine Rettungsgasse bildet, dem drohen 200 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. Außerdem setzt es zusätzlich einen Monat Fahrverbot.
  • Wer gar auf die Idee kommt, die Rettungsgasse zum schnelleren Vorankommen zu nutzen, kassiert 240 Euro und zwei Punkte sowie einen Monat Fahrverbot.
  • Werden dabei andere behindert, gefährdet oder Fahrzeuge beschädigt, können bis zu 320 Euro fällig werden.