Zum Ende der Sommerferien bieten die Stadt Gaildorf und die Südwest Presse Hohenlohe (SHO), zu der die Rundschau gehört, ein Event-Highlight an: die Limpurger Energie- und Gewerbeschau (LEG) auf dem Hallengelände und das Floßfest auf den Kocherwiesen. Bürgermeister Frank Zimmermann und SHO-Marketingleiter Peer Ley beschreiben, was die Besucher am kommenden Wochenende erwartet.

Zuletzt fand die Limpurger Wirtschaftsmesse 2016 in Gaildorf statt. Diese Messe trägt nun den Titel Limpurger Energie- und Gewerbeschau. Wieso die Namensänderung?

Peer Ley: Bis 2018 fanden in Gaildorf bereits die Gaildorfer Energietage statt. Nachdem die Stadt Interesse an einer Wiederbelebung dieses Messekonzeptes zeigte, ist der Gedanke einer Zusammenarbeit mit uns als Messeveranstalter entstanden und auch die Idee, die Limpurger Wirtschaftsmesse und die Gaildorfer Energietage zusammenzufassen. Die Zusammenlegung der beiden Messen hat dann auch zur Namensänderung geführt.

Warum macht es Sinn, die LEG und das Floßfest zu verbinden?

Frank Zimmermann: Die beiden Veranstaltungen ergänzen sich ganz hervorragend: Informationen rund um unsere örtlichen Betriebe und das Megathema Energie, zum anderen ein abwechslungsreiches Festprogramm zum Entspannen und Feiern für die ganze Familie. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich umfassend und kompetent zu informieren und gleichzeitig einmal den Alltag hinter sich zu lassen.
Peer Ley: Eine Verbrauchermesse ist heute mehr denn je auch ein Familien-Event. Das Floßfest übernimmt den Erlebnisteil und die Messe steht für Information. Im Ergebnis wollen wir mit dieser Kombination den Besuchern einen Mehrwert bieten und natürlich erhoffen wir uns auch insgesamt mehr Besucher.

Wieso ist die LEG eine Bereicherung für die Stadt Gaildorf?

Frank Zimmermann: Dass unsere örtlichen Unternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleister eine Plattform haben und sich einem aufgeschlossenen Publikum präsentieren, ist nicht selbstverständlich. Gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels können sich alle Messeteilnehmer nebenbei auch als moderne und zukunftsorientierte Ausbildungs-
betriebe und Arbeitgeber präsentieren. Beide Seiten, die Bürgerschaft unserer Region und die heimische Wirtschaft zusammenzubringen, das ist der unbestrittene Mehrwert dieser Messe.

Warum ist Gaildorf der richtige Ort für so eine Messe?

Frank Zimmermann: Gaildorf ist die drittgrößte Stadt des Landkreises, Herz des Limpurger Landes und ein sich gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell rasch weiterentwickelndes Unterzentrum vor den Toren der Metropolregion Stuttgart. Hier leben Menschen, die nicht jammern, sondern anpacken. Wo wäre eine solche Messe besser aufgehoben?

Warum liegt der Schwerpunkt auf den Themen Energie, Umwelt und Mobilität?

Peer Ley: Die Aktualität dieser drei Themen ist seit Jahren ungebrochen. Es sind auch die Themen, die wir in unserer Berichterstattung aufbereiten. Da liegt es für uns als Zeitungsverlag und Messeveranstalter nahe, eine Gewerbeschau mit diesem Schwerpunkt zu planen. Natürlich konnten wir aber vor einem Jahr die aktuelle Brisanz noch nicht erahnen.

Welche Personengruppen spricht die Messe an?

Peer Ley: Mit den Themen Energie Umwelt und Mobilität beschäftigen sich alle Menschen: Autofahrer, Mieter und Vermieter, Häuslebauer und Sanierer. Alle treiben Fragen um wie „Welcher Energieträger ist für mich der richtige?“ oder „Lohnt sich der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug?“. 

Was erwartet die Besucherinnen und Besucher bei der LEG?

Am Samstag und Sonntag werden rund 20 Aussteller vor und in der Körhalle ihre Leistungen präsentieren. Fachbetriebe aus den Bereichen Heizung-, Sanitär- und Solartechnik sind ebenso vertreten wie Bauunternehmen, Energieversorger und Autohäuser sowie andere Gewerbe aus der Region.
Am Samstag wird es im Kernersaal drei Fachvorträge geben. In der Körhalle ist eine Wanderausstellung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit dem Thema „Energiewende erleben“ zu sehen. Am Stand der Stadt Gaildorf können Interessierte zum Beispiel mit dem neuen Klimamanager ins Gespräch kommen.
Die LEG will ein Forum sein, in dem sich Angebot und Nachfrage am Wirtschaftsstandort Gaildorf treffen. Hier werden Infos zwischen Gewerbetreibenden und Verbrauchern ausgetauscht und dabei Geschäftsabschlüsse erleichtert. Daneben bietet der Erlebnisbereich auf den Kocherwiesen reichhaltige Bewirtung und vielseitige Unterhaltung, zum Beispiel auch das politische Frühschoppen der Rundschau am Sonntag im Rahmen der Aktion „Hier sind wir zu Hause“.

Was erhoffen Sie sich von dem gesamten Wochenende?

Frank Zimmermann: Dass die Gaildorferinnen und Gaildorfer und die Menschen aus der ganzen Region informative Abwechslung finden und es sich hier bei uns im Herzen des Limpurger Landes einfach gut gehen lassen. Denn nach einer langen Zeit der Entbehrung können wieder andere Menschen getroffen werden, es darf gefeiert werden, und ich wünsche mir von Herzen, dass wir am Sonntagabend feststellen können, dass das Floßfest und die LEG ein großer Erfolg für alle Beteiligten war.

Drei Fachvorträge im Kernersaal

Die LEG ist am Samstag und Sonntag, 10. und 11. September, jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Die Aussteller präsentieren sich auf dem Hallengelände. Im Rahmen der Energiewendetage bietet das Energiezentrum Wolpertshausen folgende Vorträge im Kernersaal der Limpurghalle an: „Mit System zu richtigen Heizung“ (13.30 bis 14 Uhr), „Übersicht im Förderdschungel“ (15 bis 15.30 Uhr) und „Photovoltaik lohnt sich“ (17 bis 17.30 Uhr).
Weitere Infos zur LEG und dem Floßfest finden Sie im Magazin, das morgen Ihrer Zeitung beiliegt.