Die Fassade eines Gebäudes prägt, ganz wie das Outfit eines Menschen, den ersten Eindruck und setzt bestimmte Erwartungen in das, was sie umhüllt. Das Ilshofener Unternehmen Inoclad hat sich 2010 auf den Fassadenbau spezialisiert und wächst seither an und mit seinem selbst gesteckten Ziel „die Grenzen des technisch Machbaren ständig zu erweitern“. Denn an die modernen Fassaden von heute – als dem verbindenden Element von außen und innen – werden zunehmend höhere technische Anforderungen gestellt.

Projekte weit

Ilshofener Fassaden erfüllen diese hohen Herausforderungen mittlerweile in der ganzen Welt. Aktuell verwirklicht das Unternehmen gleich mehrere große Projekte. Dazu zählen das vom namhaften Architekturbüro SOM Skidmore-Owings-Merrill geplante Gebäude „1241 Broadway“ in New York, die Hülle der neuen Sächsischen Aufbaubank in Leipzig oder die Fassade der Augsburger Universität (MRM). Erst im letzten Jahr wurden die Fassaden der Hauptverwaltung des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (KVBW) in Karlsruhe, des Landratsamts in Ludwigsburg sowie des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg fertiggestellt.
Ganz aktuell arbeitet man in Ilshofen an der Produktion der äußeren Hülle im Auftrag der Firma Teva Biotech in Ulm. Allein für diesen Auftrag werden im Ilshofener Werk 10.000 Quadratmeter Aluminium-Elementfassade zum Teil mit dimmbaren Isoliergläsern ausgestattet, um von hier aus den Weg auf die Ulmer Baustelle anzutreten.
Gleich der erste Auftrag der Firma im Jahre 2010 war ein architektonisches Abenteuer. In der Wüste von Saudi-Arabien entstand genau an der Stelle, an der einst die erste Ölquelle des Landes zu sprudeln begann, ein gigantisches Kulturzentrum mit Museum und Bibliothek. Es hat die Form von riesigen Kieselsteinen, die aus dem Wüstensand ragen. Die eigenwilligen Gebäude erhielten eine Stahl-Aluminium-­Fassade mit Rohrverkleidung, deren Mock-up, wie die Fachleute das Modell nennen, noch heute an einer Halle in Ilshofen hängt. 2013 hat Inoclad dann auch in Deutschland angefangen, Projekte zu realisieren.

Stetiges Wachstum

Deren enorme Auftragsvolumina bedeuten für die mittelständische Unternehmensgruppe, selbst kontinuierlich zu wachsen. Auf dem Firmengelände in der Justus-von-Liebig-Straße wird seither ständig gebaut: Bereits 2012 entstand hier eine zweite Halle, 2014 wurde der Neubau eines Verwaltungsgebäudes notwendig. Im Jahr darauf investierte die Firma in eine neue Lagerhalle. Aktuell erweitert das Unternehmen erneut seine Lager- und Produktionskapazitäten, weil ihre Module im Zuge der Übernahme der Firma „Fenster Werner Darmstadt“ – zunehmend in Ilshofen gefertigt werden.
Dass das Unternehmen bei aller globalen Präsenz tief mit der Region verbunden ist, zeigt der jüngste Ausbau des Bahnhofsgebäudes in Ilshofen-Eckartshausen. Dort hat die Firma das „Boardinghouse im BahnHofmann“ realisiert. In der restaurierten historischen Hülle entstanden moderne Apartments sowie ein Restaurant, die – bei allem modernen Komfort – das Flair des 1864 errichteten Baus unterstützen und die Funktion als Bahnhof weiterhin ermöglichen.

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Millionen Euro fließen allein in die Planung, Herstellung sowie den Aufbau der 10 000 Quadratmeter großen Fassade aus Glas, Aluminium und Stahl des Ulmer Projektes.