Die Gemeinde Fichtenberg wird den Auswärtigenzuschlag übernehmen, den die städtische Musikschule Schwäbisch Hall für Schülerinnen und Schüler aus Gemeinden erhebt, die nicht Mitglied sind. Der Gemeinderat folgte mit seinem Beschluss am Freitag dem Antrag einer Mutter, deren Tochter die Haller Musikschule besucht. Dieser Auswärtigenzuschlag beläuft sich auf monatlich 15 Euro; die Gemeinde wird also künftig 180 Euro pro Jahr nach Schwäbisch Hall überweisen.
Eine Mitgliedschaft der Gemeinde Fichtenberg in der Musikschule Schwäbisch Hall wird nicht angestrebt. Sie würde sich rein rechnerisch erst dann lohnen, wenn mindestens acht bis zehn Kinder aus Fichtenberg die Musikschule in Schwäbisch Hall besuchen, erklärte Bürgermeister Roland Miola am vergangenen Montag auf Anfrage. Ob eine solche Kooperation überhaupt möglich ist, müsste überdies erst noch geklärt werden.
Die meisten der Fichtenberger Musikschüler werden an der Musikschule Schwäbischer Wald/Limpurger Land unterrichtet. Die Gemeinde Fichtenberg ist dort Mitglied. In der Novembersitzung hatte der Gemeinderat beschlossen, den Zuschuss komplett zu übernehmen, um die Eltern, die auch Unterrichtsgebühren bezahlen müssen, nicht doppelt zu belasten. Bisher war nur ein kleiner Teil dieser Gebühr übernommen worden.
Die Mutter, deren Tochter die Musikschule in Hall besucht, hatte sich in ihrem Antrag auf diesen Beschluss berufen und Gleichbehandlung gefordert.
Sie rannte damit allerdings auch offene Türen ein. Die Beschlusslage vom November sieht vor, dass Kinder, die bei anderen Einrichtungen, bei privaten Lehrern oder auch im Musikverein ein Instrument lernen, nicht benachteiligt werden sollen. Der Beschluss fiel einstimmig bei einer Enthaltung.
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