Ruhen sollte das Baugebiet Auchthalde, also zumindest in den nächsten fünf Jahren nicht bebaut werden – das war der Stand nach der Bürgerversammlung am 14. März. Zuvor war ein Bürgerbegehren trotz der dafür notwendigen Anzahl von Unterschriften formell gescheitert, weil es keine klar definierte, mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage, keine rechtssicher formulierte Zielsetzung und auch keinen Finanzierungsvorschlag enthielt.
Nun geht die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der Auchthalde erneut in die Offensive. Der Bebauungsplan, der seit 2006 rechtskräftig ist, soll danach aufgehoben werden. Die Sache sei rechtlich abgeklärt, erklärt die BI per Pressemitteilung. Die Ja-Nein-Frage, die man mit einem Bürgerentscheid klären wolle, werde lauten: „Soll ein Verfahren zur Aufhebung des Bebauungsplanes eingeleitet werden?“
Das heißt: Es werden erneut Unterschriften gesammelt. Sieben Prozent der Bürgerinnen und Bürger müssen das Begehren unterschreiben, das sind, Stand März, 164 Unterschriften. Im ersten Versuch hatte die Initiatorin Birgit Bayer 275 Unterschriften gesammelt, von denen 259 als gültig anerkannt wurden.
Dabei will die BI auch den kommenden Wahlsonntag nutzen: Man werde einen Infostand an der Bushaltestelle der Schule neben der Gemeindehalle aufstellen, sodass sich die Bürgerinnen und Bürger in unmittelbarer Nähe des Wahllokals informieren und gegebenenfalls auch ihre Unterschrift leisten können.
Ist das Bürgerbegehren zulässig, muss der Bürgerentscheid laut Gemeindeordnung binnen vier Monaten durchgeführt werden. Er gilt als angenommen, wenn eine Mehrheit von mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten die gestellte Frage mit Ja beantwortet.

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