Wie unsere Zeitung in der Ausgabe von Montag berichtet hat, sorgte sich Stephen Brauer, Landtagsabgeordneter der FDP für den Kreis Hall, darum, ob er bei der letzten Sitzung des Landtags möglicherweise eine Vielzahl von Kollegen mit dem Coronavirus infiziert haben könnte. Inzwischen herrscht Klarheit: „Das mit der Infektion ist auch ganz schön kompliziert. Ich selbst könnte mich schon viel früher angesteckt haben. Aber für andere ansteckend war ich am Donnerstag, 12. März, noch nicht.“
Wie Brauer in einer Pressemitteilung schreibt, ist er überzeugt, dass er niemanden im Landtag angesteckt hat. Zwischen seinem letzten Aufenthalt im Landtag und den ersten Krankheitssymptomen, die bei ihm aufgetreten sind, liegen mehr als 48 Stunden. „Das Robert-­Koch-Institut geht von einer Infektionsspanne von 48 Stunden vor dem Krankheitsausbruch aus. Diese wurde als zeitlicher Abstand bei Weitem eingehalten. Der Abgeordnete Brauer kann demzufolge niemanden angesteckt haben.“

Symptome traten erst am 15. März auf

Brauer listet auf: Am Donnerstag, 12. März, sei er zur Plenarsitzung in den Räumlichkeiten des Landtags gewesen – seitdem habe er diese nicht mehr betreten. Am Sonntag, 15. März, traten Kopfschmerzen auf. Am Montag, 16. März, hatte Brauer Coronasymptome wie Fieber und Husten. Er suchte daraufhin einen Arzt im Crailsheimer Klinikum auf. Es wurden zwei Abstriche gemacht, einer für die Untersuchung auf Influenza, einer für den Corona-­Test. Am Freitag, 20. März, wurde ihm mitgeteilt, er sei mit Coronaviren infiziert. Als seine Atemnot immer schlimmer wurde, erfolgte eine Einlieferung ins Kreiskrankenhaus Crailsheim.
Unverzüglich nach Bekanntwerden des Testergebnisses seien die Landtagsverwaltung und die Gesundheitsbehörden darüber informiert worden, teilt Brauers Büro mit.