Derzeit verzeichnet die Polizei eine Serie von Motorroller-Diebstählen in Reutlingen. Seit Ferienbeginn wurden in der Kernstadt und in den Stadtteilen täglich mindestens zwei Motorroller, insgesamt bereits knapp 30 Zweiräder entwendet.

Manipulationen am Zündschloss

Die mutmaßlich jugendlichen oder heranwachsenden Tatverdächtigen fahren dabei teilweise mit falschen Kennzeichen, bauen Zubehör- oder Verkleidungsteile ab, lackieren die Roller um und stellen die entwendeten Roller nach Gebrauch oft einfach irgendwo ab. In einem Fall wurde durch die Täter sogar eine externe Batterie herbeigeschafft, um einen Roller starten und entwenden zu können. Nicht selten werden zum Anlassen der Roller Manipulationen am Zündschloss vorgenommen.

Polizei bittet um Mithilfe und fragt:

Auch wenn die Polizei immer wieder verstärkt im Einsatz ist und in einzelnen Fällen bereits konkreten Täterhinweisen nachgeht, hofft das Polizeirevier Reutlingen auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung und fragt:
● Wer hat verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit den Diebstählen in Zusammenhang stehen könnten? Selbst Hinweise auf auffälliges Hin- und Herfahren durch Personen in den Abend- und Nachtstunden können eine wertvolle Information sein.
● Wer hat beobachtet, dass an einem Wohnobjekt, einer Halle oder Garage Roller vorgefahren und eventuell umgebaut/umlackiert werden?
● Wer kennt einen oder mehrere Täter oder kann sonstige Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen geben?
Hinweise werden unter Telefon: 07121/942-3333 rund um die Uhr entgegengenommen. Wer direkt beobachtet, dass sich jemand in verdächtiger Weise an einem Roller zu schaffen macht, wird gebeten, die Polizei über den Notruf 110 zu alarmieren.

Reutlingen: Regelmäßig werden auch E-Bikes gestohlen

Darüber hinaus werden im gesamten Reutlinger Stadtgebiet auch weiterhin regelmäßig Pedelecs/E-Bikes und andere hochwertige Fahrräder gestohlen. Die Taten ereignen sich insbesondere an öffentlichen Fahrradabstellplätzen wie zum Beispiel am Bahnhof oder am Freibad, vereinzelt auch in Wohngebieten. Auch hier ist die Polizei für weitere Hinweise dankbar.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung steigen in Reutlingen deutlich

Ein 14-jähriger Junge wurde von drei Mitschülern genötigt, sexuelle Handlungen durchzuführen. Die Täter filmten die Handlung und zeigten diese einigen Klassenkameraden – das Opfer ging wochenlang nicht mehr in die Schule, bis sich eine Mitschülerin an die Schulsozialarbeiterin wandte und schließlich zwei Haftbefehle gegen die Beschuldigten erlassen wurden.