Am Montag, 24. Juni, beginnt um 8.30 Uhr im Schwurgerichtssaal des Ulmer Landgerichts der Prozess gegen einen Mann, der am 2. November 2018 seine Ehefrau in Laichingen-Suppingen erstochen haben soll. Die Staatsanwaltschaft hat im Februar Anklage erhoben wegen „heimtückischen Mordes“. Der 40-jährige Mann soll sich unbemerkt Zugang zu dem Wohnhaus in der Suppinger Kirchgasse verschafft haben und seine von ihm getrennt lebende 30-jährige Ehefrau mit mehreren Messerstichen von hinten in den Oberkörper getötet haben. Die Polizei nahm den Verdächtigen am Tag nach dem Gewaltverbrechen in einer Nachbargemeinde fest.

Prozess läuft voraussichtlich bis Ende Juli

Wie Gerichtssprecherin Sandra Thonhofer auf Anfrage sagte, sind schon zum ersten Verhandlungstag mehrere Zeugen und Sachverständige geladen. Das Schwurgericht unter Vorsitz von Wolfgang Tresenreiter rechnet mit fünf weiteren Verhandlungstagen, der Prozess wird sich voraussichtlich bis Ende Juli hinziehen. Der Angeklagte, der vom Ulmer Rechtsanwalt Jan Schaufler verteidigt wird, hat die Tat bisher nicht zugegeben. Die Staatsanwaltschaft verweist auf ein „Bündel von Indizien“. Unter anderem hatte die Polizei in der Wohnung der Frau unter einer Sockelblende ein Messer gefunden, an dem Blut des Opfers klebte und DNA-Spuren des 40-Jährigen sichergestellt werden konnten.

Sorgerecht bei den Großeltern

Der Laichinger Rechtsanwalt Bernhard Schweizer vertritt im Prozess als Nebenkläger die Kinder des Paares, drei Mädchen im Alter von fünf, zehn und 14 Jahren. Sie müssen nicht vor Gericht erscheinen. „Das wollen wir vermeiden“, sagt Schweizer. Das Sorgerecht liegt mittlerweile bei den Eltern der getöteten Frau. Die Großeltern, die sich nach der Tat um die Kinder kümmerten, hatten das Sorgerecht beantragt. Laut Schweizer gibt es dazu eine Entscheidung des Familiengerichts.

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