Ein randalierender Mann in einem Regionalzug auf der Fahrt von Günzburg nach Ulm hat am Dienstagabend die Polizei auf den Plan gerufen. Nachdem Fahrgäste einen Notruf abgesetzt hatten, stellte eine Streife der Polizeiinspektion Neu-Ulm den 30-Jährigen im Zug, als die Regionalbahn planmäßig im Neu-Ulmer Bahnhof hielt. Der Mann war stark betrunken und pöbelte auch nach Eintreffen der Polizei wahllos Fahrgäste an.
Wie sich herausstellte, hatte er zuvor zudem einen Feuerlöscher an sich genommen und damit im Zug herumgesprüht. Zwei Schülerinnen (beide 11 Jahre alt), die mit ihrer Klasse auf der Rückfahrt von einem Schulausflug waren, wurden von dem Schaum im Gesicht getroffen. Sie erlitten Augenreizungen und standen sichtlich unter Schock. Eine ärztliche Versorgung sei jedoch nicht notwendig gewesen, so die Polizei. Die Schülerinnen wurden in der Obhut ihrer Klassenlehrerin belassen. Weshalb der aus Böblingen stammende Mann ausrastete, konnte bislang nicht geklärt werden. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Missbrauch von Nothilfemitteln eingeleitet.