Die Planungen sind fertig, die Anwohner bereit, nötigen Grund zu verkaufen. Sogar der Baubeschluss ist schon erteilt. Trotzdem sind Ausbau und Sanierung der Illertisser Straße im Ortsteil Jedesheim noch keineswegs in trockenen Tüchern. Alles hängt nun ab von ELER.  Ohne Aufnahme in das europäische Förderprogramm keine Bauarbeiten. Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit und auf voller Länge, so Bürgermeister Jürgen Eisen vor dem Stadtrat. „Wir können nur bauen, wenn wir in das Programm reinkommen“, erklärte er klipp und klar und verwies auf die prognostizierten Gesamtkosten von rund 1,7 Millionen Euro.
Abzüglich der erhofften Zuschüsse verbleibe für die Kommune immer noch ein Eigenanteil von rund einer halben Million Euro. „Mehr geht derzeit nicht.“ Finanziert werde dieser aus Rücklagen. Für die Stadt kam die vom Krumbacher Amt für ländliche Entwicklung ins Spiel gebrachte Förderung über ELER einigermaßen überraschend. „Zum Glück lag die Planung bereits in der Schublade“, erklärte der Bürgermeister, „sonst hätten wir das nicht geschafft“.

Zuspruch in Bürgerversammlung

In einigen Tagen sei der Abgabetermin, im Juli rechne er mit einem Bescheid. „Und binnen zwei Jahren muss die Maßnahme nicht nur umgesetzt, sondern auch abgerechnet sein“, berichtet Tiefbau-Sachgebietsleiter Bernd Hillemeyr. Den Zeitplan halte er zwar „für sportlich, aber machbar“. Wo bislang keiner ist, soll an der Hauptzufahrtsstraße in den Stadtteil nun ein Gehweg angelegt werden. Vorhandene Gehwege würden verbreitert und, wo möglich, von der Straße abgerückt. Betroffene Anwohner würden den nötigen Grund dafür abtreten, sagte Eisen, der den Entwurf auch bereits in der Bürgerversammlung vorgestellt hat. Dort sei er auf große Zustimmung gestoßen. Wohl auch, weil die seit Jahren laufende Dorferneuerung sich immer mehr als Erfolgsgeschichte erweist. Mehr grüne Elemente stellte er in Aussicht, darunter Blühstreifen, Verweilflächen und weitere Bäume.
Die vorhandenen Großbäume blieben allesamt erhalten, versicherte Hillemeyr. Im Zuge der Arbeiten würden der Fahrbahnbelag und die Straßenentwässerung erneuert sowie Breitbandleitungen gelegt.  Sollte die Förderung wider Erwarten ausbleiben, werde die Maßnahme erst einmal aufgeschoben und zu einem späteren Zeitpunkt etappenweise umgesetzt, sagte Eisen. Doch die Stadt glaube, gute Karten zu haben. Ein starkes Argument seien die Verbesserungen für den Radverkehr, gerade auch in Hinblick auf den Schülerverkehr in die Kernstadt.