Am Dienstag, den 8.11.2022, wird am Landgericht in Memmingen das Urteil gegen zwei mutmaßliche Täter erwartet. Sie sollen am einen obdachlosen Mann in der Nacht auf den 18. Dezember 2021 in der leerstehenden Gaststätte „Bad Wolf“ in Neu-Ulm niedergestochen haben - er überlebte die Attacke nur knapp.

Versuchter Mord in Neu-Ulm - Was in der Nacht passierte

Der 42-jährige Angeklagte soll hinter seinem schlafenden Opfer ein Klappmesser mit einer fünf Zentimeter langen Klinge geöffnet und damit auf den Bekannten eingestochen haben - ganze 20 Mal. Allein der Stich in den linken Brustkorb sei akut lebensbedrohlich gewesen. Als der Mann daraufhin zu Boden ging, habe der Angreifer ihn mit seinen Schuhen noch mehrfach gegen den Kopf getreten. Und das alles, um an Bargeld zu gelangen. Die mutmaßliche Mittäterin und zweite Angeklagte, eine 37-Jährige, habe im Nebenraum geschlafen. Sie sei nach der Attacke dazugekommen und habe den am Boden Liegenden die Bauchtasche mit dem Geld abgenommen – wie sich später herausstellte, befanden sich darin 85 Euro. Anschließend sind die beiden geflüchtet in der Annahme, dass das Opfer sterben würde. Zuletzt brach der Angeklagte vor Gericht sein Schweigen und schilderte unter anderem, wie er sein Opfer kennen gelernt hatte. Nun erwarten die beiden Angeklagten ihr Urteil wegen versuchten Mordes.

Obdachloser in Neu-Ulm niedergestochen: Wie lautet das Urteil?

Die beiden Täter flüchteten zwar nach der Tat, wurden aber kurz darauf gefasst und angeklagt. Jetzt steht das Urteil gegen sie fest. Welche Strafe erwartet die beiden?

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