Als eine von 500 bundesdeutschen Städten und Gemeinden beteiligt sich die Stadt Neu-Ulm an der im Januar startenden deutschlandweiten Verkehrserhebung „Mobilität in Städten“ der Technischen Universität Dresden. In allen beteiligten Kommunen finden zeitgleich Befragungen zum Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger statt. Die Stadt Neu-Ulm ist eine der Städte, in denen private Haushalte befragt werden.

Teilnahme freiwillig

Das Projekt solle Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung sowie die Verkehrspolitik liefern, heißt es in einer Mitteilung der Neu-Ulmer Stadtverwaltung. Die Befragung richte sich an Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bevölkerungsschichten.
Beispielsweise gehe es darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln man im Alltag unterwegs ist und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.
Die Adressen der ausgewählten Haushalte werden per Zufallsverfahren aus dem Melderegister gezogen, teilt die Stadt weiter mit. Diese Haushalte erhalten zunächst ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig. Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten soll ein differenziertes Bild der Mobilität in Neu-Ulm liefern.

Große Stichprobe

Ein zusätzlicher Nutzen entsteht durch den Vergleich mit Städten beziehungsweise Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die große Gesamtstichprobe des Projekts von mehr als 270 000 Personen ermögliche es zudem, Erkenntnisse zu stadtübergreifenden Trends zu gewinnen, die beispielsweise für die Verkehrsplanung und für die Verkehrspolitik insgesamt bedeutsam seien. Hierzu gehört die Entwicklung der Verkehrsmittelwahl, die in der Diskussion um klima- oder auch pandemiebedingte Änderungen der Mobilität eine große Rolle spielt.

Wer nutzt Carsharing, wer E-Roller?

Aber auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Senioren werden analysiert. Die Befragung beginnt in den kommenden Tagen und läuft über zwölf Monate. Die Fragen können flexibel über einen Online-Zugang im Internet beantwortet werden. Alternativ steht am Telefon geschultes Interview-Personal zur Verfügung. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.
Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut O-Trend beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes gemäß Datenschutzgrundverordnung sei gewährleistet, teilt die Stadt Neu-Ulm mit.

Info Weiterführende Informationen sind unter https://tu-dresden.de/srv zu finden. Für die angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger steht unter der Nummer 0800 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.